Iranischer Raketenangriff abgewehrt
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen iranischen Raketenangriff auf amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten erfolgreich abgewehrt. Das Regionalkommando Centcom teilte mit, alle ballistischen Raketen seien abgefangen worden. Die US-Streitkräfte blieben „wachsam und in höchster Einsatzbereitschaft“. Der Angriff beendete eine kurze Feuerpause, in der Vermittler versucht hatten, beide Seiten an den Verhandlungstisch zu bringen.
Ukraine warnt Iran nach Schiffangriff
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warnte seinen iranischen Amtskollegen Abbas Aragtschi nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein iranisches Handelsschiff im Kaspischen Meer vor einer Eskalation. Bei dem Angriff wurde ein Seemann getötet und ein weiterer verletzt. Sybiha betonte auf der Plattform X, die Ukraine greife keine zivilen Schiffe an und wolle eine unnötige Eskalation vermeiden. Er forderte zudem ein Ende der iranischen Unterstützung für Russland.
Iran schlägt Übergangslösung für Straße von Hormus vor
Der Iran hat dem Oman eine Übergangslösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorgeschlagen. Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi erklärte im staatlichen Fernsehen, die Route solle in eine Richtung komplett und die Gegenroute teilweise durch iranische Gewässer verlaufen. Einen omanischen Vorschlag zur gleichmäßigen Aufteilung lehnte Teheran ab. Sollte Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen. Der Oman hatte zuvor einen gemeinsamen regionalen Mechanismus zur Verwaltung der Meerenge vorgeschlagen, ähnlich wie bei der Straße von Malakka.
Schäden durch US-Angriffe
Bei den jüngsten US-Angriffen auf den Iran wurden nach Angaben der iranischen Regierung unter anderem der internationale Flughafen von Buschehr zerstört, zwölf Brücken und zwei Tunnel beschädigt. Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani teilte mit, die beiden Tunnel seien wieder geöffnet, für die Brücken Ausweichstrecken eingerichtet worden. Zudem seien 18 Wasseraufbereitungsanlagen in der Provinz Hormusgan beschädigt worden, zehn davon vollständig zerstört. Die Wasserversorgung für rund 120.000 Menschen sei beeinträchtigt.
Treffen zwischen Trump und Netanjahu
Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus ist beendet. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bezeichnete die Begegnung als „positiv und produktiv“. Zuvor hatte Trump bereits den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen. Netanjahu will Trump Medienberichten zufolge Geheimdienstinformationen über mutmaßliche iranische Wiederaufbaupläne vorlegen. Trump sagte dem Sender Fox News, Netanjahu wolle die USA davon überzeugen, im Iran-Krieg involviert zu bleiben. Trump selbst bevorzuge eine diplomatische Lösung.
Trump droht und verhandelt
US-Präsident Donald Trump berichtete von „sehr tiefgreifenden Gesprächen“ mit dem Iran, warnte aber zugleich vor einem „harten militärischen Vorgehen“, falls die Diplomatie scheitere. Er erklärte, die USA hätten die Angriffe vorerst gestoppt, weil der Iran um Gespräche gebeten habe – was Teheran bestritt. Sollte es kein Abkommen geben, drohte Trump mit der Zerstörung des iranischen Tunnelsystems „Pickaxe Mountain“ (Kuh-e Kolang). Die Ölpreise fielen nach Trumps Äußerungen: Nordsee-Öl der Sorte Brent verbilligte sich um 8,2 Prozent, US-Leichtöl WTI um 7,6 Prozent.
Vermittler melden Fortschritte
Vermittler unter Führung Katars und Pakistans haben nach Angaben von Regionalvertretern Fortschritte bei dem Versuch erzielt, die USA und den Iran an den Verhandlungstisch zurückzubringen. Ein regionaler Vertreter sprach von erheblichen Fortschritten. Auch Pakistan, das im Iran-Krieg eine zentrale Vermittlerrolle spielt, sieht laut Sicherheitskreisen Indizien für eine mögliche begrenzte US-Bodenoffensive gegen iranische Küstenregionen.
Weitere Entwicklungen
In Saudi-Arabien hat die Flugabwehr Drohnen aus dem Irak abgefangen, die Ölanlagen angreifen sollten. Das Verteidigungsministerium machte iranisch unterstützte Milizen verantwortlich. – Das US-Verteidigungsministerium hat die vier im Irankrieg getöteten Soldaten sowie 207 Verwundete in eine neue Verlustkategorie „Overseas Operations“ überführt. Ein US-Regierungsvertreter sagte, die tatsächliche Zahl der Verwundeten liege bei über 500. – Syriens Präsident Ahmed al-Scharaa strebt ein Sicherheitsabkommen mit Israel an, ohne den Anspruch auf die Golanhöhen aufzugeben. – Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, forderte Israel zum Abzug aus dem Libanon auf. – Im Iran wurden zwei Männer hingerichtet, die im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres für den Tod von Polizeibeamten verantwortlich gemacht wurden.



