Israel hat die Regeln für Angriffe auf Ziele im Gazastreifen verschärft. Wie israelische Medien übereinstimmend berichten, muss nun der Generalstabschef Ejal Zamir vorab zustimmen, bevor die Armee Angriffe auf mutmaßliche Mitglieder der Hamas durchführt. Eine Ausnahme gilt nur, wenn unmittelbare Gefahr für israelische Soldaten besteht. Die politische Führung Israels hat die Vorgaben entsprechend geändert, wie die Zeitung „Haaretz“ meldete.
Zahl der Angriffe bereits gesunken
Zuvor reichte die Zustimmung bestimmter Kommandeure aus. Die „Times of Israel“ berichtet, dass die Zahl der Angriffe im Gazastreifen in den vergangenen Tagen aufgrund der neuen Auflage bereits zurückgegangen ist. Die israelische Armee verwies auf Anfrage an die politische Führung, die sich zunächst nicht zu den Berichten äußerte.
Teil des Friedensratsplans
Die Einstellung von Angriffen auf Ziele im Gazastreifen ist Teil eines Fahrplans des Gaza-Friedensrats, der auch die Übergabe der Waffen durch die islamistische Terrororganisation Hamas und andere bewaffnete Gruppierungen vorsieht. Der Friedensrat wurde von US-Präsident Donald Trump gegründet und soll den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Nachkriegsordnung in dem palästinensischen Küstengebiet überwachen.
Internationale Kritik an israelischen Angriffen
Zuletzt hatten auch Ägypten, Katar und die Türkei, die in dem Konflikt vermitteln, israelische Angriffe in dem großflächig zerstörten Gebiet scharf verurteilt. Obwohl seit Oktober 2025 formell eine Waffenruhe im Gaza-Krieg herrscht, kommt es immer wieder zu tödlichen Konfrontationen und Angriffen. Israels Armee hat zuletzt immer wieder mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) getötet.



