Krim: Strom- und Wasserversorgung eingeschränkt nach Drohnenangriffen
Krim: Strom- und Wasserversorgung eingeschränkt

Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim haben die von Moskau eingesetzten Behörden die Unterbringung von Kindern zu Erholungs- und Tourismuszwecken bis zum 1. September verboten. Das geht aus einem entsprechenden Dekret hervor. Die Maßnahme soll die öffentliche Sicherheit gewährleisten, wie der von Russland eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow auf Telegram mitteilte und um Verständnis bat. Die Krim ist bei russischen Touristen ein beliebtes Reiseziel, auch Kinderferienlager sind dort üblich.

Benzinmangel und Stromsperren auf der Krim

Die Lage auf der Krim verschärft sich nach ukrainischen Drohnenangriffen. Bereits seit Wochen ist Benzin dort knapp. Nachdem es zunächst Abgabebeschränkungen gegeben hatte, wird inzwischen gar kein Kraftstoff mehr an Privatleute ausgegeben. Der örtliche Energieversorger Krimenergo teilte außerdem mit, dass Zeitpläne für Stromsperren eingeführt wurden. Dies hat wiederum Einfluss auf die Wasserversorgung, da Pumpen und Aufbereitungsanlagen auf Strom angewiesen sind.

Ukraine kündigt Isolation der Krim an

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hatte vor einer Woche in einem Interview eine Isolation der Halbinsel mittels Drohnenangriffen angekündigt. Für die Ukraine öffne sich mit den Angriffen auf die russischen Nachschublinien ein „Fenster der Möglichkeiten“. „Für die Russen beginnt eine Hölle, die sie nur schwerlich meistern werden“, sagte Fedorow.

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Weitere Einschränkungen möglich

Experten gehen davon aus, dass die Ressourcenknappheit auf der Krim weiter zunehmen wird. Die ukrainischen Drohnenangriffe zielen gezielt auf die Versorgungsinfrastruktur der Halbinsel, darunter Treibstofflager, Stromleitungen und Wasserpumpstationen. Die von Russland eingesetzte Verwaltung hat bereits Notfallpläne aktiviert, um die Grundversorgung der Bevölkerung so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Ob weitere Maßnahmen wie die Rationierung von Lebensmitteln oder die Evakuierung von Teilen der Bevölkerung folgen, ist noch unklar.

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