Russlands Präsident Wladimir Putin hat Nordkorea für seine militärische Unterstützung im Ukrainekrieg gedankt. Bei einem Treffen mit Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui in Moskau am Sonntag lobte Putin die „heldenhaften Taten“ nordkoreanischer Soldaten und versprach, dass diese „niemals vergessen“ würden. Die Soldaten würden „genauso geehrt wie unsere Landsleute“, sagte Putin laut einem vom Kreml veröffentlichten Video.
Putin würdigt nordkoreanische Soldaten
Putin erklärte, er wolle sich „noch einmal“ für die von Pjöngjang erhaltene Unterstützung für Russlands „Spezialoperation“ bedanken. Bei dem Treffen pries der Kremlchef zudem das gegenseitige Verständnis, das mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un aufgebaut worden sei. Die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui war auf Einladung von Russlands Außenminister Sergej Lawrow zu Besuch, wie das russische Außenministerium am Samstag mitteilte.
Intensivierte Zusammenarbeit seit Kriegsbeginn
Russland und Nordkorea haben ihre Beziehungen seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 deutlich verstärkt. Pjöngjang ist einer der wichtigsten Unterstützer Moskaus in dem Konflikt und hat Russland Tausende Soldaten sowie Waffen bereitgestellt. Im Gegenzug versorgt Russland das international weitgehend isolierte Nordkorea nach Angaben von Analysten mit Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen.
Geopolitische Bedeutung der Allianz
Die wachsende Allianz zwischen Russland und Nordkorea hat weitreichende geopolitische Implikationen. Beide Länder stehen unter internationalen Sanktionen – Russland wegen des Ukrainekriegs, Nordkorea wegen seines Atomwaffenprogramms. Durch die Zusammenarbeit können sie wirtschaftliche und militärische Engpässe teilweise kompensieren. Experten warnen, dass die Partnerschaft die Sicherheitslage in Ostasien und Europa weiter destabilisieren könnte.
Putins Dankesworte unterstreichen die strategische Bedeutung Nordkoreas für Russlands Kriegsführung. Die Entsendung nordkoreanischer Soldaten gilt als Beleg für die enge militärische Kooperation. Beobachter rechnen mit einer weiteren Vertiefung der Beziehungen in den kommenden Monaten.



