Nach Schüssen auf Potsdamer Spätis: 24-jähriger Verdächtiger in Berlin festgenommen
Schüsse auf Spätis in Potsdam: Verdächtiger in Berlin gefasst

Nach Schüssen auf zwei Spätkauf-Läden in Potsdam in dieser Woche hat die Polizei am Donnerstagabend in Berlin einen 24 Jahre alten Verdächtigen festgenommen. Das teilte das Polizeipräsidium am Freitagnachmittag mit. Die Staatsangehörigkeit des Mannes sei noch ungeklärt.

Haftbefehl wegen versuchter räuberischer Erpressung

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) beantragte gegen den 24-Jährigen wegen des dringenden Tatverdachts der versuchten schweren räuberischen Erpressung in zwei Fällen beim Amtsgericht den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls. Über den Haftantrag wurde noch nicht entschieden.

„Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Schussabgaben im Zusammenhang mit der Durchsetzung einer Geldforderung standen“, hieß es. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ist die Schwerpunktabteilung zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität.

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Zwei Vorfälle in Potsdam

In der Nacht zu Montag war auf den Späti an der Ecke Geschwister-Scholl-Straße/Nansenstraße in der Brandenburger Vorstadt geschossen worden. Am Donnerstagmorgen wurden in der Georg-Hermann-Allee im Stadtteil Bornstedt im Norden der Stadt in einem Spätkauf Einschusslöcher entdeckt. In beiden Fällen wurde niemand verletzt. Beide Läden firmieren unter dem Namen „Spätkauf 63“. Das Geschäft in Bornstedt wurde 2017 von einem Brüdertrio eröffnet.

Ermittlungen und Reaktion der Polizei

Nach der Tat am Montag nahm das Landeskriminalamt Brandenburg die Ermittlungen auf. Im Polizeipräsidium Brandenburg wurde die Besondere Aufbauorganisation mit dem Namen „BAO Titan“ eingerichtet. „Die konsequente und schnelle Reaktion der Polizei ist ein wichtiges Signal an die Menschen in unserer Region“, teilte Polizeipräsident Oliver Stepien mit. „Wir handeln entschlossen, um Straftaten aufzuklären und damit auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.“

Häufung von Angriffen auf Spätis in Berlin

In Berlin hatten sich zuletzt Angriffe auf Spätis gehäuft. Im Juni war es zu einer Sprengstoffexplosion vor einem Laden im Stadtteil Wedding gekommen. Die Hausfassade und mehrere Fahrzeuge wurden beschädigt, Menschen kamen nicht zu Schaden. Anfang Juli schoss ein Mann in einem Späti in Berlin-Charlottenburg auf den Boden und flüchtete. Der Mitarbeiter im Geschäft blieb unverletzt.

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