US-Bombenplan gegen Iran: Zehn bis 14 Tage Luftangriffe
US-Bombenplan gegen Iran: Zehn bis 14 Tage Luftangriffe

Washington – Ein neuer Plan für einen Großangriff auf den Iran liegt auf dem Tisch. Admiral Brad Cooper (58), Kommandeur des US-Zentralkommandos Centcom in Tampa (Florida), hat eine Strategie ausgearbeitet, die zehn bis 14 Tage schwerer Luftangriffe vorsieht. Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider. Ob US-Präsident Donald Trump den „nächsten großen Schlag“ anordnet, ist demnach noch offen. Der 80-Jährige müsse entscheiden, ob er den Plan seines Top-Kommandeurs billigt.

Ein Angriffsplan mit voller Wucht

Coopers Plan sieht Luftangriffe vor, die in ihrer Intensität alles Bisherige übertreffen. Ziel ist es, die iranischen Raketen-, Drohnen- und Kommandostrukturen so massiv zu zerstören, dass das Mullah-Regime kaum noch in der Lage ist, Vergeltungsschläge gegen US-Stützpunkte oder Verbündete auszuführen. Der Admiral, der die amerikanischen Kampfhandlungen im Nahen Osten überwacht, verfolgt dabei eine klare Doktrin: Angriff ist die beste Verteidigung. Statt sich auf Abwehr zu beschränken, sollen die Waffen des Gegners bereits am Boden vernichtet werden.

Die Dauer der geplanten Offensive ist mit zehn bis 14 Tagen veranschlagt. In dieser Zeit sollen koordinierte Schläge die militärische Infrastruktur Irans nachhaltig zerschlagen. Der Plan gehe deutlich über die erste Kriegsphase hinaus, berichten mit der Sache vertraute Personen. Damals hatte sich gezeigt, dass die iranischen Streitkräfte selbst nach schweren Bombardements noch handlungsfähig waren.

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Patriot-Raketen: Die Vorräte schwinden

Ein wesentlicher Treiber für die Offensivstrategie ist die angespannte Versorgungslage der US-Streitkräfte. Die Bestände an Abfangraketen, insbesondere für Patriot-Luftverteidigungssysteme, sind nach Informationen des „Wall Street Journal“ bedenklich niedrig. Diese Systeme sind der zentrale Schutzschild für die amerikanischen Stützpunkte in der Region. Bei einem iranischen Angriff in dieser Woche – mutmaßlich auf die Muwaffaq Salti Air Base in Jordanien – wurden nach Angaben Trumps alle fünf anfliegenden ballistischen Raketen abgeschossen. Schäden oder Opfer habe es nicht gegeben.

Doch jeder abgefangene Angriff reduziert die ohnehin begrenzten Vorräte. Zugleich werden die Abwehrraketen auch an anderen strategischen Brennpunkten benötigt, um Rivalen wie Russland und China abzuschrecken. Je mehr Patriot-Raketen im Nahen Osten verbraucht werden, desto weniger bleiben für andere Szenarien. Diese Rechnung hat auch Admiral Cooper aufgemacht.

Coopers Argument: Am Boden zerstören statt in der Luft abfangen

Der Centcom-Kommandeur drängt laut dem Bericht auf eine Großoffensive. Sein Argument lautet: Je mehr iranische Waffen am Boden vernichtet werden, desto weniger Abfangraketen müssen die USA später einsetzen. Eine offensiv geführte Zerstörung der iranischen Raketen- und Drohnenarsenale würde also nicht nur die Bedrohung für die eigenen Truppen verringern, sondern auch die erschöpften US-Bestände schonen. Diese Sichtweise hat in der Militärführung durchaus Unterstützer, die eine reine Defensivhaltung für unzureichend halten.

Die Logik ist verlockend: Wenn der Iran nicht mehr in der Lage ist, Raketen abzufeuern, braucht es keine teuren Abwehrraketen. Ein entschlossener Schlag könnte dem Konflikt eine neue Wendung geben. Allerdings ist die Rechnung mit einem erheblichen militärischen und politischen Risiko verbunden.

General Caine warnt vor Eskalation

Nicht alle hohen Offiziere teilen Coopers Einschätzung. General Dan Caine (57), der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, gilt als vorsichtiger. Er warnt ausdrücklich vor den langfristigen Folgen einer weiteren Eskalation. Ein zweiwöchiger Großangriff könnte den Iran zwar schwächen, aber auch völlig unkalkulierbare Reaktionen auslösen. Die Gefahr, dass sich der Konflikt zu einem regionalen Krieg ausweitet, ist nach Einschätzung von Experten nicht von der Hand zu weisen.

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Auch die Erfahrungen aus der ersten Kriegsphase mahnen zur Vorsicht. Damals wurde der Erfolg der Luftangriffe offenbar überschätzt. Das iranische Regime hatte weite Teile seiner Raketen und Waffen tief unter der Erde versteckt. Trump verlor schließlich die Geduld und brach die Offensive nach Einschätzung vieler Militärexperten zu früh ab. Diese Fehleinschätzung soll diesmal vermieden werden – weshalb die Entscheidung über den nächsten Schritt umso schwieriger ist.

Trump steht vor einer Grundsatzentscheidung

Der US-Präsident hat nun zwei Optionen: eine begrenzte Vergeltung für die jüngsten iranischen Angriffe, die das Risiko einer weiteren Eskalation gering hält, oder die Zustimmung zu Coopers zweiwöchigem Großangriff mit deutlich höherem Eskalationspotenzial. Insider berichten, dass Trump die Entscheidung noch nicht getroffen hat – was auch daran liegen dürfte, dass beide Wege mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind.

Die Wahl könnte den gesamten Nahost-Konflikt neu formatieren. Ein massiver Schlag würde die iranische Militärmacht stark reduzieren, aber auch die internationale Gemeinschaft vor den Kopf stoßen. Eine zurückhaltende Antwort könnte hingegen als Schwäche interpretiert werden. Klar ist: Die Verantwortung liegt bei Trump, und die nächsten Tage werden zeigen, ob der „geplante nächste große Schlag“ Realität wird.