Nach CSD-Anschlag: Bundesweite Fahndung nach Tatverdächtigem
Nach CSD-Anschlag: Bundesweite Fahndung nach Verdächtigem

Ein Autofahrer hat am Samstagabend im Berliner Tiergarten am Rande des Christopher Street Day (CSD) mehr als ein Dutzend Menschen angefahren und anschließend mit einer Machete auf Passanten eingestochen. Eine Frau starb, 29 weitere Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Die Polizei fahndet bundesweit nach einem 21-jährigen Tatverdächtigen, der dem islamistischen Spektrum zugerechnet wird.

Der Tathergang

Gegen 22 Uhr raste der Täter mit einem Auto in die Menschenmenge auf der Straße des 17. Juni, unweit der Siegessäule. Nachdem er mehrere Personen erfasst hatte, verließ er das Fahrzeug und griff gezielt mit einer Machete um sich. Polizeikräfte trafen kurz darauf am Ort ein, der Angreifer konnte jedoch unerkannt entkommen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, die Ermittler gehen jedoch von einem terroristischen Motiv aus.

Die Opfer und Verletzten

Bei der getöteten Frau handelt es sich um eine 34-jährige Berlinerin. Die 29 Verletzten befinden sich in verschiedenen Krankenhäusern, einige von ihnen schweben in Lebensgefahr. Die Polizei hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet. Die genauen Umstände der Tat werden weiterhin untersucht.

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Bundesweite Fahndung

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte in einem Statement: „Es handelt sich um einen großen Kräfteeinsatz von Polizei und Bundespolizei.“ Die Fahndung erstreckt sich nicht nur auf Berlin, sondern auch auf Bahnhöfe und Flughäfen in ganz Deutschland sowie die Grenzübergänge. Der 21-jährige Verdächtige soll aus dem islamistischen Milieu stammen und wird auf allen Verkehrswegen gesucht. Die Polizei warnt vor Eigeninitiative und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche.

Reaktionen der Politik

Bundeskanzler Olaf Scholz zeigte sich bestürzt und sprach den Opfern sein Mitgefühl aus. Die Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey kündigte eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen an. Der CSD selbst wurde durch die Tat überschattet, die Veranstalter zeigten sich tief betroffen.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Die Fahndung nach dem Täter dauert an.

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