US-Militär greift nach Drohnenattacke Ziele im Iran an
US-Militär greift nach Drohnenattacke Ziele im Iran an

Die USA haben nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff auf einen Frachter in der Straße von Hormus militärische Ziele im Iran attackiert. Das Regionalkommando des US-Militärs für den Nahen Osten teilte am Freitag auf der Plattform X mit, Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen seien beschossen worden. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, der Iran habe mit dem Angriff die geltende Waffenruhe gebrochen.

Trump: Iran hat Waffenruhe gebrochen

Trump schrieb auf Truth Social, der Iran habe mindestens vier Drohnenangriffe gegen Schiffe in der Straße von Hormus gestartet. Eine der Drohnen habe ein Frachtschiff getroffen, das jedoch trotz Schadens seine Fahrt habe fortsetzen können. Das US-Militär habe die anderen drei Drohnen abgeschossen. „Dies ist offensichtlich ein törichter Verstoß gegen unsere Waffenruhe-Vereinbarung“, so Trump. Nähere Angaben zum Zeitpunkt der Angriffe machte er nicht.

Bereits am Donnerstag war ein Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus bekannt geworden. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte mit, ein „unbekanntes Projektil“ habe die Brücke des Schiffes beschädigt. Der Vorfall ereignete sich vor der Küste Omans, wenige Stunden nachdem Irans Revolutionsgarden gewarnt hatten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien.

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Hisbollah lehnt Rahmenabkommen ab

Die proiranische Hisbollah-Miliz fühlt sich nicht an das zwischen dem Libanon und Israel geschlossene Rahmenabkommen gebunden. Hassan Fadlallah, Mitglied der Hisbollah-Fraktion im libanesischen Parlament, sagte dem libanesischen Nachrichtenportal Al Mayadeen: „Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu solle sich nicht darüber freuen, da es der libanesischen Regierung an verfassungsmäßiger Legitimität und Autorität mangele, um dessen Bedingungen durchzusetzen.“ Das Abkommen könne nur durch einen von den USA unterstützten Bürgerkrieg durchgesetzt werden. Fadlallah erklärte, die Hisbollah werde sich jeglichen Regierungsmaßnahmen widersetzen, an ihren Waffen festhalten und nicht zulassen, dass die Behörden dem libanesischen Volk ihren Willen aufzwingen. Er fügte hinzu, dass die Position des Iran klar bleibe und Teheran keiner Vereinbarung zustimmen werde, bevor Israel sich vollständig aus dem Libanon zurückgezogen habe.

Israel und Libanon einigen sich auf Rahmenabkommen

Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah haben sich der Libanon und Israel Medienberichten zufolge auf ein Rahmenabkommen verständigt. Die „Times of Israel“ und die „Jerusalem Post“ berichteten unter Berufung auf ranghohe Beamte, nachdem Regierungsvertreter unter US-Vermittlung mehrere Tage in Washington verhandelt hatten. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte die Unterzeichnung eines solchen Abkommens. Details zu inhaltlichen Vereinbarungen waren zunächst nicht bekannt. Bei den Gesprächen sollte die bestehende Waffenruhe gefestigt werden. Die libanesische Regierung will einen Abzug der israelischen Truppen erzielen, während Israel eine Entwaffnung der Hisbollah verlangt. Hisbollah-Chef Naim Kassim bekräftigte am Abend, Israel habe keine andere Wahl und müsse den Libanon bedingungslos verlassen.

Iran warnt vor Durchquerung der Straße von Hormus

Der Iran hat vor einer Durchquerung der Straße von Hormus ohne vorherige Abstimmung gewarnt. Der stellvertretende Außenminister Kasem Gharibabadi erklärte auf X, eine sichere Passage könne ohne Koordination mit Teheran nicht garantiert werden. Sollte eine Absprache ausbleiben, könne dies zur Sperrung ausgewiesener Routen führen. Zuvor hatte Oman in Absprache mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) temporäre Routen festgelegt.

Ölpreise fallen auf Tiefstand seit Kriegsbeginn

Die Ölpreise sind auf den tiefsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs gefallen. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 4,3 Prozent auf 73,74 Dollar je Barrel und markierte zeitweise mit 73,12 Dollar den tiefsten Wert seit dem 27. Februar. Die US-Sorte WTI gab um 3,9 Prozent auf 70,34 Dollar nach und rutschte zwischenzeitlich erstmals seit dem 2. März unter die Marke von 70 Dollar.

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US-Energieminister Chris Wright erklärte auf dem Reuters Global Energy Forum, in den vergangenen 24 Stunden hätten rund 72 Schiffe mit insgesamt etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus passiert. Die Rückkehr zu normalen Öltransporten verzögere sich jedoch wegen iranischer Minen in der Meerenge. Wright betonte, der Iran werde künftig nicht mehr in der Lage sein, die Straße von Hormus zu blockieren. Selbst ohne ein Abkommen mit dem Iran würden die USA den Ölfluss sicherstellen.