US-Repräsentantenhaus billigt Rekord-Militärausgaben von 1,15 Billionen Dollar
US-Repräsentantenhaus billigt Rekord-Militärausgaben

Das US-Repräsentantenhaus hat ein Rahmenkonzept für die Verteidigungspolitik im Haushaltsjahr 2027 verabschiedet, das eine drastische Erhöhung der Militärausgaben vorsieht. Der sogenannte National Defense Authorization Act (NDAA) würde dem Pentagon ein Budget von annähernd 1,15 Billionen Dollar (rund 1 Billion Euro) zur Verfügung stellen – eine Steigerung um 30 Prozent gegenüber den derzeitigen 883 Milliarden Dollar. 216 Abgeordnete stimmten für den Entwurf, 212 dagegen. Das Gesetz muss nun noch vom Senat gebilligt werden.

USA setzen Angriffe auf Iran fort

Die USA haben die zwölfte Nacht in Folge Ziele in Iran angegriffen. Die neuen Attacken begannen um 17.30 Uhr US-Ostküstenzeit (1 Uhr Ortszeit in Iran), wie das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mitteilte. Ziel sei es, die Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute zu bedrohen. US-Präsident Donald Trump betonte bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia, dass Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. „Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein“, sagte Trump.

Trump droht mit Bombardierung iranischer Infrastruktur

Bereits am Mittwochmorgen (US-Ostküstenzeit) hatte Trump Iran deutlich gedroht: Die USA würden künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk in Iran „bombardieren und zerstören“, wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt. Das schrieb er auf Truth Social. Dabei würden auch Brücken und Kraftwerke in Teheran oder in der Nähe der Hauptstadt ins Visier genommen.

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Iran kündigt Vergeltung an

Iran kündigte für diesen Fall Vergeltung an. „Unsere Verteidigungsdoktrin ist klar: Auge um Auge“, schrieb Außenminister Abbas Araghchi bei X. „Jede Aggression gegen Iran, einschließlich unserer Infrastruktur, wird eine mächtige und entschiedene Antwort erzwingen.“ Wer dazu in welcher Form auch immer beitrage, werde ebenfalls als legitimes Ziel angesehen. Der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte bei X, es gehe in diesem Krieg um alles oder nichts. Er drohte zudem: Wenn Iran sein Öl nicht verkaufen könne, werde niemand sonst in der Region sein Öl verkaufen können. Und: Wenn die Sicherheit Irans nicht gewährleistet sei, werde keine Infrastruktur sicher sein.

Huthi-Miliz greift saudische Öltanker an

Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen griff eigenen Angaben zufolge zwei saudi-arabische Öltanker an. Die Schiffe mit den Namen „Encelia“ und „Layla“ hätten eine von der Miliz verhängte Seeblockade verletzt, hieß es zur Begründung. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden, berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus. Aus Saudi-Arabien hieß es bisher lediglich, die „Encelia“ sei auf ihrer Fahrt im Roten Meer angegriffen worden. Im vorderen Teil des Tankers sei ein Brand ausgebrochen, so die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Es gebe keine Verletzten.

Britische Behörde meldet Zwischenfall im Roten Meer

Etwa zeitgleich mit der Huthi-Mitteilung meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) einen Zwischenfall im Roten Meer: Die Besatzung eines Tankers habe Beschuss gemeldet. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe. Die Besatzung bekämpfe den Brand, es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen (knapp 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Ob die beiden Mitteilungen sich auf denselben Vorfall beziehen, ist unklar.

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Zweite wichtige Wasserstraße rückt ins Zentrum

Die Huthis hatten am Montag eine „Blockade“ für saudi-arabische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland des Jemen, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Die Huthis kontrollieren im Jemen vor allem den Norden des Landes und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von hier aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt. Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus im Irankrieg exportiert Saudi-Arabien einen großen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer.