Pentagon soll Verluste durch iranische Angriffe kleinrechnen
Pentagon soll US-Verluste durch Iran-Angriffe kleinrechnen

Seit dem Ende der Waffenruhe haben iranische Angriffe die Verluste der US-Armee in der Golfregion drastisch ansteigen lassen. Medienberichten zufolge liegt die Zahl der Verwundeten deutlich höher, als die Trump-Regierung zunächst eingeräumt hat. Offiziell gibt das Pentagon 427 Verluste seit Kriegsbeginn an, darunter 14 Tote. Doch das US-Portal „The Intercept“ berichtet unter Berufung auf einen Regierungsbeamten, dass bei den jüngsten Angriffen weit mehr Menschen verwundet wurden. „Dutzende Armeeangehörige mussten medizinisch versorgt werden“, sagte der Insider. Offenbar wurden unter anderem Wohnunterkünfte von Soldaten getroffen.

Hintergründe der Diskrepanz

Auch die „New York Times“ berichtet über Unregelmäßigkeiten in der Opferstatistik. Die Zeitung weist darauf hin, dass das US-Regionalkommando für den Nahen Osten nicht verpflichtet sei, Informationen über verwundete Truppen zu veröffentlichen. Ein Vertreter des US-Militärs erklärte, die Befürchtung sei groß, Iran andernfalls zu weiteren Attacken auf Stützpunkte zu ermutigen. Zudem habe das Regionalkommando aufgehört, die Zahl der getroffenen Basen zu nennen.

Pentagon weist Vorwürfe zurück

Pentagon-Sprecher Sean Parnell wies die Darstellung zurück, dass das Militär Informationen über US-Verluste zurückhält. „Die Vorwürfe der Vertuschung sind Erfindungen, die darauf abzielen, die amerikanische Bevölkerung nach dem Tod von drei im Einsatz gefallenen Soldaten noch weiter zu verunsichern“, schrieb Parnell auf X. Später räumte er ein, dass die Zahl der Verluste durch Attacken Irans seit dem Ende der Waffenruhe am 7. Juli fast 100 betrage.

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Wiederholte Korrekturen der Statistik

Laut „The Intercept“ geschah dies nicht zum ersten Mal. Nachdem Iran am vorvergangenen Sonntag verkündete, drei US-Soldaten bei einem Angriff auf Kuwait getötet zu haben, dementierte das US-Regionalkommando zunächst. Es gebe „keinerlei Berichte über Todesfälle oder Verwundungen von US-Soldaten in der Region“. Einen Tag später wurde die offizielle Statistik kommentarlos nach oben korrigiert – ein getöteter Soldat kam hinzu.

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