Hisbollah lehnt Waffenruhe zwischen Israel und Libanon ab
Hisbollah lehnt Waffenruhe ab

Beirut – Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnt die jüngste Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und der libanesischen Regierung ab. Das erklärte Hisbollahchef Naim Kassem am Donnerstag in einer öffentlichen Stellungnahme.

Ablehnung der Waffenruhe

Kassem betonte, dass die Hisbollah keine Waffenruhe akzeptiere, solange israelische Truppen nicht vollständig aus dem Südlibanon abgezogen seien. Er warf der libanesischen Regierung vor, unter Druck Israels und der USA gehandelt zu haben. Die Vereinbarung sei einseitig und diene nicht den Interessen des libanesischen Volkes.

Hintergrund der Krise

Seit Monaten kommt es entlang der Grenze zwischen Israel und dem Libanon zu Spannungen. Die Hisbollah, die als Terrororganisation eingestuft wird, hat wiederholt Raketenangriffe auf israelische Stellungen durchgeführt. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Hisbollah-Stützpunkte. Die jüngste Waffenruhe wurde unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der USA ausgehandelt.

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Die libanesische Regierung zeigte sich enttäuscht über die Ablehnung. Premierminister Nadschib Mikati forderte die Hisbollah auf, die Vereinbarung zu respektieren, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Die internationale Gemeinschaft drängt auf eine Deeskalation.

Beobachter befürchten, dass die Ablehnung der Hisbollah zu einer erneuten Eskalation des Konflikts führen könnte. Die Miliz verfügt über ein großes Raketenarsenal und wird von Iran finanziell und militärisch unterstützt. Israel hat bereits mit einer harten Reaktion gedroht, falls die Angriffe fortgesetzt werden.

Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Die Vereinten Nationen riefen beide Seiten zur Zurückhaltung auf. Ein Sprecher des UN-Generalsekretärs António Guterres betonte, dass eine politische Lösung notwendig sei, um langfristigen Frieden zu sichern.

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