Huthi-Angriff auf Öltanker: Eskalation im Roten Meer – Iran droht USA
Huthi-Angriff auf Öltanker – Iran droht USA mit Vergeltung

Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben zwei saudiarabische Öltanker im Roten Meer mit Raketen und Drohnen angegriffen. Die Schiffe „Encelia“ und „Layla“ seien Ziel einer gezielten militärischen Operation gewesen, da sie die von den Huthis verhängte Seeblockade verletzt hätten. Saudi-Arabien bestätigte, dass die „Encelia“ getroffen wurde und ein Brand am Bug ausbrach, die Besatzung sei jedoch in Sicherheit. Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO berichtete von einem Treffer durch ein unbekanntes Geschoss etwa 70 Seemeilen vor dem Hafen Al Schukaik.

USA setzen Angriffswelle auf Iran fort – Rekord-Verteidigungsetat

Die US-Armee hat eine weitere Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran gestartet. Das Regionalkommando Centcom erklärte, die Angriffe zielten darauf ab, die Fähigkeit des Iran zu schwächen, zivile Seeleute und Handelsschiffe zu bedrohen. Es war die zwölfte Nacht in Folge mit US-Angriffen auf iranische Ziele.

Parallel dazu billigte das US-Repräsentantenhaus den National Defense Authorization Act (NDAA) für 2027, der Rekordmittel von 1,15 Billionen Dollar für das Pentagon vorsieht – rund 250 Milliarden Dollar mehr als 2026. Das Gesetz passierte die Kammer knapp mit 216 zu 212 Stimmen. Vorgesehen sind unter anderem eine Sold-Erhöhung von fünf bis sieben Prozent und die Entwicklung eines Raketenabwehrschirms nach Vorbild des israelischen „Iron Dome“. Der Senat muss noch zustimmen.

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Iran droht mit Vergeltung – „Auge um Auge“

Irans Außenminister Abbas Araghtschi drohte den USA mit massiver Vergeltung für Angriffe auf iranische Infrastruktur. „Unsere Verteidigungsrichtlinie ist klar: Auge um Auge“, schrieb er auf X. Die iranische Armee erklärte, die US-Drohungen würden „keine andere Folge haben als die Ausweitung des Krieges“. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gedroht, bei jedem iranischen Angriff auf Schiffe in der Straße von Hormus eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran zu bombardieren.

Ölpreise steigen – EU warnt vor Flügen über Jordanien

Die Ölpreise legten deutlich zu: Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zeitweise 95,57 US-Dollar, der höchste Stand seit Mitte Juni. Grund sind die anhaltenden US-Angriffe auf den Iran. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) riet europäischen Fluggesellschaften wegen iranischer Angriffe vom Überflug Jordaniens ab. Auch Flüge über Bahrain, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, dem Golf von Oman, Iran, Irak und Libanon sollten vermieden werden.

Bulgarien erlaubt Stationierung von US-Tankflugzeugen

Das bulgarische Parlament genehmigte die Stationierung von bis zu acht US-Militärtankflugzeugen und 250 Soldaten auf einem Stützpunkt in Besmer im Osten des Landes. Sie sollen US-Operationen im Konflikt mit dem Iran unterstützen. Ministerpräsident Rumen Radew betonte, die USA seien der Hauptverbündete in Sicherheitsfragen. Iran hatte Bulgarien zuvor vor einer Stationierung gewarnt.

Hamas-Chef al-Haja setzt auf bisherigen Kurs

Der neue Hamas-Führer Chalil al-Haja kündigte an, den bisherigen Kurs fortzusetzen. Er forderte ein Ende der israelischen Militäroperationen im Gazastreifen, eine umfassende Waffenruhe und den Rückzug der israelischen Armee. Zum von US-Präsident Trump vermittelten Friedensplan, der eine Entwaffnung der Hamas vorsieht, äußerte er sich nicht.

Lawrow und Rubio planen Gespräch am Rande von ASEAN-Treffen

Die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und Marco Rubio, wollen sich am Rande des ASEAN-Treffens in Manila treffen. Themen dürften die Kriege in der Ukraine und im Iran sein. Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Öllager verstärkt, was zu Treibstoffknappheit in Russland führt.

Saudi-Arabien und VAE nähern sich wieder an

Nach einem Zerwürfnis im Winter haben sich Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate wieder angenähert. Ein Foto des saudischen Verteidigungsministers Chaled bin Salman mit dem emiratischen Vizepräsidenten Mansur bin Sayed wurde von offiziellen Stellen geteilt und als Zeichen brüderlicher Beziehungen gewertet.

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