Bei einem iranischen Drohnenangriff auf den Flughafen von Kuwait ist am Morgen ein Mensch getötet worden, mehr als 60 weitere wurden verletzt. Die Streitkräfte des Golfstaats kündigten an, bereit für „jegliche Schritte“ zu sein, um die Sicherheit und Stabilität des Landes zu schützen.
Angriff auf Terminal 1
Nach Angaben des Außen- und Verteidigungsministeriums trafen die Drohnen den Passagierbereich von Terminal 1 und verursachten schwere Sachschäden. Unter den Verletzten befinden sich Reisende, Flughafenmitarbeiter und andere Zivilisten. Die Behörde für zivile Luftfahrt teilte mit, dass alle für heute geplanten Flüge ausgesetzt oder an andere Flughäfen umgeleitet wurden. Ein Notfallplan wurde aktiviert.
Schäden und Betriebsunterbrechung
Arabische Fernsehsender zeigten Aufnahmen von dichtem Qualm und Feuer im Flughafengebäude. Nach Stunden nahm der Flughafen den Betrieb teilweise wieder auf, zunächst nur von Terminal 4 aus. Der Vorsitzende der staatlichen Fluggesellschaft Kuwait Airways, Abdelmohsen al-Fakan, erklärte gegenüber einem katarischen Sender, der Flughafen werde „sehr bald“ vollständig öffnen und alle Flüge wieder normal laufen.
Hintergrund des Konflikts
Der Flugverkehr in Nahost war in den vergangenen Monaten bereits stark beeinträchtigt. Im März waren Hunderttausende Reisende in der Region gestrandet und mussten teilweise mit Evakuierungsflügen ausgeflogen werden. Kuwait wurde im Krieg besonders schwer getroffen, auch der Flughafen in Kuwait-Stadt war bereits Ziel von Angriffen. Iran rechtfertigte die Attacken mit der Behauptung, Kuwait unterstütze die Angriffe des US-Militärs durch die Nutzung seines Territoriums.
Reaktionen und Ausblick
Das US-Militär gab an, eine „Welle iranischer Drohnen“ abgewehrt zu haben, die Einrichtungen der US-Streitkräfte in Kuwait zum Ziel hatten. Die kuwaitischen Streitkräfte bekräftigten ihre Bereitschaft, alle notwendigen Schritte zur Verteidigung des Landes zu unternehmen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Sorge, während die Spannungen in der Region weiter zunehmen.



