Iran-Krieg: USA bombardieren erneut – Trump rechtfertigt Angriffe
Iran-Krieg: USA bombardieren erneut – Trump rechtfertigt

Im Iran-Krieg haben die USA erneut militärische Ziele in der Islamischen Republik bombardiert. Teheran meldete Explosionen in mehreren Landesteilen und reagierte mit Vergeltungsangriffen auf Bahrain und Kuwait. Inmitten der Attacken gibt es erstmals seit Tagen wieder Zeichen für eine mögliche diplomatische Annäherung.

US-Militär zielt auf Kommandozentralen und Raketenanlagen

Das US-Militär teilte nach der jüngsten Angriffswelle mit, man habe im Iran militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen. Die Ölpreise stiegen zum ersten Mal seit Anfang Juni über die Marke von 90 US-Dollar. Das US-Militär verlegt Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion.

Diplomatische Signale trotz Eskalation

Gleichzeitig signalisierte Washington Gesprächsbereitschaft in dem seit mehr als vier Monaten laufenden Krieg. „Wir sind stets offen für Diplomatie“, sagte US-Außenminister Marco Rubio – sofern Teheran bereit sei, eine getroffene Vereinbarung einzuhalten. US-Präsident Donald Trump begründete die jüngsten Angriffe mit dem Tod mehrerer US-Soldaten. „Diese großartigen Menschen, diese großartigen Patrioten, waren da draußen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann“, sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. Die Angriffe auf den Iran seien „zu Ehren“ der Soldaten erfolgt. „Wir haben die Iraner heute Nacht wieder sehr hart getroffen“, sagte Trump.

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Sorge in Teheran vor weiteren Angriffen

In der Hauptstadt Teheran wächst in der Bevölkerung unterdessen die Sorge vor Angriffen auch in der Millionenmetropole, sollte der Krieg weiter eskalieren. Die Straße von Hormus steht weiter im Fokus des Konflikts. Dort wurde ein Schiff nahe der omanischen Küste angegriffen, woraufhin es zum Brand kam und die Besatzung evakuiert wurde, wie die britische Behörde UKMTO in der Nacht meldete. Irans Revolutionsgarden (IRGC) teilten mit, zwei Öltanker seien in der Meerenge „explodiert“. Diese beiden „Abweichler“ hätten versucht, in die Straße von Hormus und aus dieser hinaus über „die unsichere Route“ zu fahren. Teheran hatte zuvor wiederholt erklärt, nur eine vom Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher.

Trump prahlt mit schweren Verlusten des Iran

Trump widersprach der Darstellung Teherans. „Wir kontrollieren die Meerenge. Sie kontrollieren gar nichts“, sagte er. Trump behauptete zudem, der Iran habe im Krieg sehr schwere Verluste erlitten. „Militärisch haben sie fast alles verloren“, sagte er. „Sie haben nur noch sehr wenig übrig. Sie haben noch ein paar Raketen. Sie haben noch ein paar Drohnen.“ Das „Wall Street Journal“ berichtete kürzlich unter Berufung auf US-Beamte, Trump tendiere dazu, die Einsätze gegen den Iran auszuweiten. Optionen sind demnach, die Luftangriffe zu verstärken, Bodentruppen zur Besetzung iranischer Inseln nahe der Straße von Hormus einzusetzen sowie die Bombardierung einer iranischen Atomeinrichtung, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. Trump hatte jüngst mit einem Angriff auf den Komplex gedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt.

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