Netanjahu: Irans Führung ist dazu bestimmt, zu verschwinden
Netanjahu droht Irans Führung erneut mit Sturz

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält unverändert an dem Vorhaben fest, die iranische Regierung zu stürzen. Die Führung in Teheran sei „dazu bestimmt, aus der Welt zu verschwinden“, erklärte er während einer Zeremonie zur Amtseinführung des neuen Leiters des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Roman Gofman. „Und wir werden ihr dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.“ Konkrete Details darüber, wie dies bewerkstelligt werden soll, nannte er nicht.

Hintergrund der Drohungen

Bereits zu Beginn des Krieges hatte US-Präsident Donald Trump die iranische Bevölkerung dazu ermutigt, ihre Führung zu stürzen. Später äußerte er sich zu diesem Thema nicht mehr. Auch Netanjahu rief die Menschen im Iran mehrfach auf, sich gegen ihre Regierung zu erheben. Beobachter in Israel vermuten, dass Israel der Sturz der Teheraner Führung wichtiger sei als den USA.

Seit einiger Zeit, insbesondere seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe am 8. April, hatte Netanjahu einen Machtwechsel im Iran nicht mehr erwähnt. Iran-Experten zeigen sich skeptisch, ob die iranische Führung während des Krieges gestürzt werden kann. Als Gründe führen sie an, dass die iranische Opposition nicht geeint sei. Zudem sei nicht erkennbar, dass die Elite oder die Revolutionsgarden gespalten seien.

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Widersprüchliche Aussagen zu Verhandlungen

Zuletzt gab es widersprüchliche Aussagen von iranischer und US-amerikanischer Seite bezüglich der Verhandlungen zur Beendigung des Krieges. Am Dienstag bekräftigte Donald Trump trotz gegenteiliger Aussagen aus Teheran, dass die Gespräche andauerten. „Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute.“

„Wohin sie führen, weiß man nie“, fügte Trump hinzu. Aber er habe dem Iran gesagt: „Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal abschließt. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen“, schrieb Trump und bezog sich dabei auf die Revolution von 1979, bei der die Monarchie durch die Islamische Republik abgelöst wurde.

Iranische Medienberichte

Vor Trumps Post hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den einflussreichen Revolutionsgarden nahesteht, berichtet, dass seit mehreren Tagen keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington stattfinden. Bereits am Montag hatte die iranische Agentur Tasnim ähnlich berichtet und das Ende der indirekten Verhandlungen mit dem anhaltenden Krieg Israels gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon begründet. Am Montag hatte Trump ein Ende der Kämpfe im Libanon angekündigt. An diesem Mittwoch sollen politische Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in der US-Hauptstadt Washington fortgesetzt werden.

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