USA starten neue Angriffe auf Iran – Saudi-Arabien plant Rotes-Meer-Bündnis
USA starten neue Angriffe auf Iran – Saudi-Arabien plant Bündnis

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneute Luftangriffe gegen Ziele in Iran durchgeführt. Die Attacken begannen am Mittwoch um 20.00 Uhr (US-Ostküstenzeit) und seien eine „entschlossene Antwort“ auf die versuchten iranischen Angriffe auf US-Streitkräfte im Nahen Osten, teilte das Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Konkrete Angaben zu den Zielen wurden nicht gemacht. US-Präsident Donald Trump hatte bereits Stunden zuvor mit Vergeltung gedroht.

Iranischer Raketenangriff und Vergeltung

Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Iran am Wochenende hatte das US-Militär am Dienstagabend einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten gemeldet – ohne konkrete Ziele zu nennen. Laut Centcom wurden alle Raketen abgefangen. Der iranische Rundfunk verbreitete eine Stellungnahme der Revolutionswächter, wonach der Angriff einer US-Militärbasis in Jordanien gegolten habe. Jordaniens Streitkräfte teilten mit, fünf Raketen aus Iran abgefangen zu haben.

Nach Beginn der neuen US-Angriffe gegen Ziele in Iran berichteten lokale Medien von Explosionen im Süden des Landes. Die den Revolutionswächtern nahestehende Nachrichtenagentur Fars meldete Angriffe auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie in der Provinz Buschehr.

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Gemeinsame Operationen mit Saudi-Arabien im Irak

In der Nacht zu Mittwoch hatten US-Streitkräfte nach eigenen Angaben gemeinsam mit Saudi-Arabien im Irak „Terroristen“ angegriffen, die Iran nahestehen. Als Begründung hieß es, dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30 Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden, die die iranischen Revolutionswächter angeordnet hätten. Die Operation unterstreicht die wachsende militärische Kooperation zwischen Washington und Riad in der Region.

Neue Allianz für das Rote Meer

Saudi-Arabien plant Insidern zufolge eine internationale Koalition zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer vor Angriffen der Huthi-Milizen aus Jemen. Die genaue Zusammensetzung des Bündnisses stehe noch nicht fest und werde mit Dutzenden Ländern erörtert, sagten zwei mit den Beratungen vertraute Personen. Eine offizielle Stellungnahme der Regierung in Riad liegt zunächst nicht vor. Die Huthis hatten in den vergangenen Monaten mehrfach Schiffe im Roten Meer attackiert, was die globale Handelsschifffahrt empfindlich störte.

Brand auf US-Gastanker in Ägypten

Am Mittwoch geriet ein US-Gastanker im ägyptischen Mittelmeerhafen Damietta in Brand. Wie die britische Sicherheitsfirma Ambrey und Insider mitteilten, wurde die „Energos Winter“, ein schwimmendes Tank- und Regasifizierungsschiff, möglicherweise von einer Drohne getroffen. Das Feuer griff auf ein weiteres Schiff, die „Gaslog Salem“, über. Das ägyptische Ölministerium bestätigte Brände auf zwei Schiffen, die Flammen seien jedoch rasch gelöscht worden. Es habe keine Verletzten gegeben. Einen Drohnenangriff erwähnte die Behörde nicht. US-Präsident Trump wurde über den Vorfall informiert und sagte: „Es ist wieder einmal dasselbe, aber das wird sich schon klären. In der Zwischenzeit werden wir sie hart treffen“ – mit Bezug auf Iran.

Hintergrund des Konflikts

Die USA und Israel hatten am 28. Februar ihre Luftangriffe auf Iran gestartet. Mitte Juni vereinbarten die USA und Iran ein Rahmenabkommen, das den Weg zur Beendigung des Krieges über vertiefte Verhandlungen ebnen sollte. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die Trump vor einiger Zeit jedoch nach zahlreichen Verstößen für beendet erklärte. Auch Teheran fühlt sich nicht mehr an die vorläufige Absichtserklärung gebunden. Die jemenitische Huthi-Miliz zermürbt die militärisch überlegenen Gegner Israel und USA mit gezielten Nadelstichen, was die Weltwirtschaft empfindlich trifft.

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