Russland verhängt Exportverbot für Flugtreibstoff
Angesichts der zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe auf Raffinerien und andere Energieinfrastruktur hat die russische Regierung ein Verbot der Ausfuhr von Flugtreibstoff verhängt. Die Maßnahme gilt bis zum 30. November und soll die Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt gewährleisten, wie die Regierung in Moskau am Montag mitteilte.
Russland exportiert Flugtreibstoff hauptsächlich per Bahn nach Zentralasien, insbesondere nach Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan. Die Ukraine hatte in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf Öl- und Gasanlagen tief im russischen Hinterland verstärkt, um wichtige Einnahmequellen für den russischen Angriffskrieg zu schwächen.
Bereits Einschränkungen für Benzin und Diesel
Die russische Regierung hatte zuvor bereits die Ausfuhr von Benzin eingeschränkt. Zudem werden Einschränkungen für Diesel geprüft, wie die Nachrichtenagentur Interfax in der vergangenen Woche berichtete. Einer Auswertung von Reuters-Daten vom Freitag zufolge sank die russische Dieselproduktion im Mai um rund zehn Prozent. Bereits im April war die Produktion um denselben Wert geschrumpft, da die russischen Raffinerien ihre Produktion aufgrund der ukrainischen Angriffe drosseln oder sogar einstellen mussten.
Die Exportbeschränkungen sind Teil der russischen Bemühungen, die Auswirkungen der ukrainischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur abzufedern und die Versorgung des heimischen Marktes sicherzustellen. Die ukrainischen Drohnenangriffe zielen darauf ab, die russischen Öl- und Gaslieferungen zu stören und die Einnahmen der russischen Regierung zu schmälern.



