Ein nepalesischer Sherpa hat eine unglaubliche Überlebensgeschichte am Mount Everest geschrieben. Dawa Sherpa, der beim Abstieg vom Gipfel den Anschluss an seine Gruppe verlor, wurde nach sechs Tagen in der sogenannten Todeszone lebend geborgen. Medien sprechen von der wohl größten Überlebensgeschichte, die es am höchsten Berg der Welt je gab.
Der dramatische Vorfall
Dawa Sherpa war Teil einer Expedition, die den Gipfel des Mount Everest erreichte. Beim Abstieg in Richtung Camp 3 verlor er jedoch den Anschluss an seine Gruppe. Aufgrund der extremen Bedingungen in der Todeszone – in Höhen über 8.000 Metern – und der einsetzenden Dunkelheit konnte er nicht mehr rechtzeitig ein sicheres Lager erreichen. Seine Begleiter setzten den Abstieg fort, in der Annahme, dass er nicht mehr zu retten sei.
Sechs Tage in der Todeszone
Was dann geschah, grenzt an ein Wunder: Dawa Sherpa überlebte sechs Tage in der Todeszone, indem er sich langsam in Richtung Basislager bewegte. Ohne ausreichend Sauerstoff, Nahrung oder Schutz vor den eisigen Temperaturen kämpfte er sich Meter für Meter voran. Seine Überlebenschancen wurden von Experten als nahezu null eingeschätzt.
Die Rettung
Am sechsten Tag wurde Dawa Sherpa von einer anderen Expedition entdeckt. Die Bergsteiger waren schockiert, als sie den geschwächten, aber lebenden Sherpa fanden. Sie versorgten ihn mit Sauerstoff und warmen Getränken und halfen ihm, das Basislager zu erreichen. Von dort wurde er in ein Krankenhaus in Kathmandu ausgeflogen, wo er sich derzeit von seinen Erfrierungen und Erschöpfungszuständen erholt.
Reaktionen und Bedeutung
Die Nachricht von Dawas Überleben verbreitete sich weltweit und löste große Bewunderung aus. Bergsteigerkollegen und Mediziner zeigen sich fassungslos über seine Willenskraft und körperliche Widerstandsfähigkeit. Ein Arzt kommentierte: „Es ist medizinisch kaum erklärbar, wie jemand sechs Tage in der Todeszone überleben kann. Dawa Sherpa hat das Unmögliche möglich gemacht.“
Der Vorfall wirft auch Fragen zur Sicherheit und Verantwortung bei Everest-Expeditionen auf. Kritiker bemängeln, dass Sherpas oft unter riskanten Bedingungen arbeiten und im Notfall nicht immer ausreichend Unterstützung erhalten. Dawa Sherpa selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich zu seinem Erlebnis.
Hintergrund: Die Todeszone
Die Todeszone am Mount Everest beginnt oberhalb von 8.000 Metern. In dieser Höhe ist die Sauerstoffkonzentration so gering, dass der menschliche Körper ohne zusätzlichen Sauerstoff nur wenige Stunden überleben kann. Die Temperaturen fallen auf bis zu minus 40 Grad Celsius, und die Gefahr von Erfrierungen, Höhenkrankheit und Lawinen ist extrem hoch.
Dawa Sherpas Überlebensgeschichte wird noch lange in der Bergsteigergemeinschaft nachhallen und als Beispiel für unermesslichen Überlebenswillen gelten.



