Ukraine schlägt Putin-Selenskyj-Treffen in USA vor – Stromausfall auf Krim
Ukraine schlägt Putin-Selenskyj-Treffen in USA vor

Die Ukraine hat offenbar einen Vorschlag an die USA unterbreitet, ein persönliches Treffen zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und Kremlchef Wladimir Putin in den USA zu arrangieren. Wie der „Kyiv Independent“ unter Berufung auf ukrainische Beamte berichtet, soll der Plan bei US-Präsident Donald Trump auf Zustimmung gestoßen sein. Ob das Treffen tatsächlich zustande kommt, ist derzeit unklar.

Kreml sendet widersprüchliche Signale zu Verhandlungen

Russland sendet in der Frage möglicher Friedensverhandlungen weiterhin widersprüchliche Botschaften. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, man rechne mit einer baldigen Wiederaufnahme der Kontakte mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Auch Außenminister Sergej Lawrow betonte, dass Russland an den Vereinbarungen des Alaska-Gipfels zwischen Trump und Putin festhalte – gemeint ist vor allem die Abtretung des Donbas an Moskau.

Diese Aussagen sollen suggerieren, dass der Kreml zu weiteren Verhandlungen bereit ist und die USA als legitimen Vermittler akzeptiert. Gleichzeitig betonte der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow gegenüber der Zeitung „Iswestja“, dass sich „die Linie Washingtons“ immer mehr der „extremsten antirussischen Politik“ Europas annähere. Europa lehnt Moskau als Vermittler ab. Rjabkows Aussage richtet sich primär an das russische Publikum und soll erklären, warum die Verhandlungen stocken, während die Bevölkerung kriegsmüde ist.

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Massiver Drohnenangriff legt Sewastopol lahm

In der Nacht zum 24. Juni hat ein massiver ukrainischer Drohnenangriff die von Russland besetzte Stadt Sewastopol auf der Krim vollständig von der Stromversorgung abgeschnitten. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew bestätigte, dass die Angriffe auf die Energieinfrastruktur zu einem kompletten Stromausfall geführt hätten. Augenzeugen und lokale Monitoring-Kanäle berichteten von zahlreichen Explosionen auf der gesamten Halbinsel. Als Hauptziel gilt das Balaklawa-Kraftwerk in Sewastopol, eines der wichtigsten Energieobjekte auf der Krim.

Ukraine greift russische Gasanlage an der Wolga an

Erstmals ist die weit von der Front entfernte Wolgaregion Orenburg in Russland unter Beschuss geraten. Gouverneur Jewgeni Solnzew berichtete von einem schweren Angriff: „Einige Drohnen wurden über Industrieobjekten in der Stadt abgeschossen.“ Medienberichten zufolge wurde eine Anlage zur Verarbeitung von Erdgas getroffen. Über das Ausmaß der Schäden ist bislang nichts bekannt.

Lawrow pocht auf Alaska-Vereinbarungen

Russland hält nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow an den Vereinbarungen fest, die Putin und Trump beim Gipfel in Alaska im August getroffen haben. Moskau sei nicht bereit, andere Zwischenentscheidungen zu treffen oder sich Ultimaten zu beugen.

Drei Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen in der Ostukraine

Im russisch besetzten Teil der Ostukraine sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens drei Menschen durch ukrainische Drohnenangriffe getötet worden. Das teilte der von Moskau eingesetzte Bürgermeister der Stadt Horliwka, Iwan Prichodko, bei Telegram mit.

Belarus überprüft Tausende Reservisten nahe EU-Grenze

In der belarussischen Region Hrodna laufen derzeit Mobilisierungsübungen, bei denen Reservisten in großer Zahl zu Sammelstellen einbestellt werden. Besonders betroffen ist der Kreis Aschmjany, der direkt an Litauen und damit an die EU grenzt. Das belarussische Verteidigungsministerium spricht von planmäßigen Übungen, an denen sämtliche Militärkommissariate der Region teilnehmen.

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