Die USA feiern 2026 den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Die Geschichte des Landes steckt voller Kuriositäten, die in keinem Schulbuch stehen. Hier sind sieben Fakten, die zum Small Talk taugen.
US-Hymne aus britischem Trinklied-Umfeld
Die amerikanische Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“ trug ursprünglich den Titel „Defence of Fort M'Henry“. Der Dichter Francis Scott Key schrieb den Text zu einer bereits existierenden Melodie: dem britischen Lied „Anacreon in Heaven“. Laut der Library of Congress feierte dieses Lied einen Club, in dem Mitglieder Alkohol tranken und bis spät in die Nacht Trinklieder sangen – selbst aber kein Trinklied war.
Selbes Tintenfass für zwei Gründungsdokumente
Ein und dasselbe Tintenfass wurde vermutlich sowohl bei der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung 1776 als auch der US-Verfassung 1787 verwendet. Es wurde von einem Silberschmied und Freund von Benjamin Franklin für das Pennsylvania State House angefertigt. Heute wird es in Philadelphia ausgestellt – als stiller Zeuge zweier Gründungsakte.
Bürgerkrieg forderte mehr Tote als alle anderen Kriege
Neuere Schätzungen von 2011 gehen davon aus, dass im amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865) bis zu 750.000 Soldaten fielen. Damit starben in diesem Konflikt mehr US-Soldaten als in allen anderen Kriegen der USA zusammen.
Zwei Präsidenten sterben am selben 4. Juli
Am 4. Juli 1826 – genau 50 Jahre nach der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung – starben der zweite US-Präsident John Adams und sein Nachfolger Thomas Jefferson im Abstand von nur wenigen Stunden. Adams wurde 90 Jahre alt, Jefferson 83. Zeitgenossen sahen darin ein göttliches Zeichen.
Das „S“ in Harry S. Truman steht für nichts
Präsident Harry S. Truman trug zeit seines Lebens den Mittelnamen „S.“ – doch dieser Buchstabe steht für keinen ausgeschriebenen Namen. Laut der Truman Library war der Buchstabe ein Kompromiss seiner Eltern zwischen den Namen seiner Großväter Anderson Shipp Truman und Solomon Young. Truman selbst schrieb seinen Namen mal mit, mal ohne Punkt nach dem S.
Frauen kämpften 144 Jahre ums Wahlrecht
Von der Unabhängigkeitserklärung 1776 bis zum 19. Verfassungszusatz im August 1920 vergingen 144 Jahre, bis Frauen auf Bundesebene wählen durften. Wyoming gewährte das Wahlrecht bereits 1869 als erster Bundesstaat. In der „Wiege der Demokratie“ dauerte es also Generationen, bis Frauen bundesweit mitbestimmen konnten.
Zeitkapsel mit iPhone für 250 Jahre vergraben
Ein 2016 verabschiedetes US-Gesetz legt fest, dass am 4. Juli 2026 in Philadelphia eine Zeitkapsel vergraben wird, die 250 Jahre später – im Jahr 2276 – wieder geöffnet werden soll. Der Edelstahlzylinder enthält Beiträge der drei Gewalten, Material aus allen 50 Bundesstaaten, Washington D.C. und den fünf US-Territorien sowie ein Exemplar der US-Verfassung. Kurioserweise liegt auch ein iPhone 17 Pro Max darin. Ob dann noch eine Verbindung klappt, wird sich zeigen.



