Cristiano Ronaldo hat Portugal mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 2:1 (0:0) gegen Kroatien geführt und damit den Einzug ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gesichert. Vor 43.036 Zuschauern in Toronto erzielte der 41-jährige Superstar in der 68. Minute den Ausgleich, nachdem Ivan Perisic (53.) Kroatien in Führung gebracht hatte. Den Siegtreffer besorgte Gonçalo Ramos in der vierten Minute der Nachspielzeit (90.+4).
Portugal denkt an verstorbenen Teamkollegen
Der Sieg war emotional aufgeladen, denn am 3. Juli 2025 jährte sich der Todestag von Diogo Jota. Der Offensivspieler war vor einem Jahr bei einem Autounfall ums Leben gekommen. „Er ist dort oben und leuchtet auf uns herab“, sagte Ronaldo, der zum „Man of the Match“ gewählt wurde. Kroatien gelang in der 13. Minute der Nachspielzeit der vermeintliche Ausgleich, der jedoch wegen Abseits aberkannt wurde. Während Portugal nun im Achtelfinale auf Spanien trifft, muss Kroatiens Star Luka Modric, ein langjähriger Weggefährte Ronaldos aus gemeinsamen Zeiten bei Real Madrid, die Heimreise antreten.
Schweiz mühelos ins Achtelfinale
Die Schweiz hat sich souverän für das Achtelfinale qualifiziert. Das Team von Trainer Murat Yakin besiegte Algerien in Vancouver mit 2:0 (1:0) und blieb damit im Turnier ungeschlagen. Der frühere Schalker Breel Embolo (10.) erzielte die frühe Führung, Dan Ndoye (46.) legte nach der Pause nach. Vorlagengeber Johan Manzambi vom SC Freiburg leitete das erste Tor mit einem Solo über die halblinke Seite exzellent ein. Im Achtelfinale trifft die Schweiz am Dienstag (22.00 Uhr MESZ) erneut in Vancouver auf den Sieger der Partie Kolumbien gegen Ghana.
Alaba lässt Zukunft offen
Österreichs Kapitän David Alaba hat seine Zukunft in der Nationalmannschaft nach dem 0:3 gegen Spanien im Sechzehntelfinale offen gelassen. „Ich habe mir überhaupt keine Gedanken gemacht um meine Zukunft, auch auf Club-Ebene um meine Zukunft. Ich war wirklich hier und jetzt sehr, sehr konzentriert und fokussiert auf diese Weltmeisterschaft“, sagte der 34-Jährige. Sein Vertrag bei Real Madrid war Ende Juni ausgelaufen. „Ich werde erstmal diesen bitteren Moment verarbeiten müssen. Das wird sicherlich ein paar Tage dauern und brauchen. Und dann mache ich mir natürlich Gedanken“, so Alaba. Für Österreich war es die erste WM-Teilnahme seit 1998.
Belgiens Trainer wehrt sich gegen Rassismusvorwürfe
Belgiens Cheftrainer Rudi Garcia hat sich nach einem Interview gegen Rassismusvorwürfe verteidigt. Der 62-jährige Franzose hatte unmittelbar nach dem 3:2-Erfolg über Senegal gesagt: „Wir kennen solche Mannschaften: Gegen Ende des Spiels verlieren sie ihre taktische Struktur.“ Dies wurde als Kritik an afrikanischen Teams aufgefasst. Garcia schrieb auf X: „Meine Kommentare richteten sich keinesfalls an afrikanische Mannschaften; sie hätten genauso gut auf asiatische, südamerikanische oder europäische Teams zutreffen können, die mit solch einem Druck nicht vertraut sind.“ Belgien hatte einen 0:2-Rückstand gedreht und dank später Tore von Romelu Lukaku und Youri Tielemans die Verlängerung erreicht.
Spaniens Simon knackt WM-Rekord
Spaniens Torhüter Unai Simon hat im Sechzehntelfinale gegen Österreich einen Weltmeisterschaftsrekord gebrochen. Beim 3:0-Erfolg blieb der Schlussmann von Athletic Bilbao ohne Gegentor und ist nun seit 519 WM-Minuten ohne Gegentreffer. Damit überflügelte er den Italiener Walter Zenga, der bei der Heim-WM 1990 517 Minuten lang ohne Gegentor geblieben war. Simons Serie begann bei der WM 2022 in Katar, als er im letzten Gruppenspiel gegen Japan in der 51. Minute von Ao Tanaka bezwungen worden war. Seitdem blieb er in den folgenden Spielen gegen Kap Verde (0:0), Saudi-Arabien (4:0), Uruguay (1:0) und Österreich (3:0) ohne Gegentor.



