Hunter Biden, der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden, hat sich nach seiner Begnadigung aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Nun ist er auf der Plattform X aktiv und sorgt mit zynischen und bissigen Kommentaren für einen Hype. In einem seiner ersten Posts schrieb er, er sei „broke AF“ (völlig pleite) und fragte, wie man auf der Plattform Geld verdienen könne. „Ernst gemeinte Frage, falls du da helfen kannst, sag Bescheid“, so der 55-Jährige.
Über 777 Millionen Follower in kurzer Zeit
Seit Mitte Mai hat Hunter Biden über 777 Millionen Follower angesammelt. In schneller Abfolge teilt er gegen die politische Elite aus, spricht offen über seine Drogensucht oder schlägt vor, die Musikerin Dolly Parton heiligzusprechen. Besonders häufig attackiert er US-Präsident Donald Trump. Als Trump nach einem Gesundheitscheck mehrere Tage nicht öffentlich auftrat, zog Hunter Biden über ihn her. „Die Hälfte seiner Regierung ist in den Epstein-Akten zu finden“, kritisierte er. „Und dann beschließen Ivanka Trump und Jared Kushner ausgerechnet jetzt, bekanntzugeben, dass sie ihre eigene Privatinsel bauen wollen? So was kann man sich nicht ausdenken.“
Verteidigung des Vaters und Kokain-Fund im Weißen Haus
Seinen Vater Joe Biden verteidigt Hunter Biden hingegen vehement. Auf einen Kritiker antwortete er: „Dir mag die Politik von meinem Dad vielleicht nicht gefallen, aber er ist der beste Dad der Welt, und ich liebe ihn über alles.“ Als es um einen Vorfall im Jahr 2023 ging, bei dem im Weißen Haus ein Tütchen mit Kokain gefunden wurde und der Verdacht auf Hunter Biden fiel, reagierte dieser mit einem typischen Seitenhieb: „Es war ganz sicher nicht von mir. Ich hätte meine Drogen niemals vergessen.“
Drogenvergangenheit und Begnadigung
Hunter Biden stand wegen seiner Crack-Sucht immer wieder in den Medien. 2024 wurde er schuldig gesprochen, weil er beim Kauf einer Schusswaffe gelogen und seinen Drogenkonsum verschwiegen hatte. In einem weiteren Verfahren wegen Steuerbetrugs bekannte er sich schuldig. Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit begnadigte ihn sein Vater Joe Biden, obwohl er zuvor das Gegenteil beteuert hatte. Auf X gibt Hunter Biden nun an, seit sieben Jahren clean zu sein.
Ironische Verweise auf die Vergangenheit
Trotz seiner Abstinenz macht Hunter Biden immer wieder ironische Anspielungen auf seine Drogenvergangenheit. Als ein Nutzer ein KI-generiertes Bild von ihm mit einer Methpfeife postete, antwortete er: „Crackpfeifen haben nicht dieses kleine Kopfstück am Ende. Genau deshalb können wir der KI nicht trauen. Bitte nehmen Sie die entsprechende Änderung vor.“ Er beendete den Post mit der für Donald Trump typischen Schlussformel: „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit.“



