Trump-Promenade in Washington geplant, Kennedy Center streicht Namen
Trump-Promenade in Washington geplant

US-Präsident Donald Trump treibt die Umgestaltung der US-Hauptstadt Washington mit einer neuen Promenade und einem riesigen Triumphbogen voran, muss bei der Namensgebung bekannter Gebäude jedoch auch Rückschläge hinnehmen. „Sie wollen sie Trump-Promenade nennen, aber ich weiß nicht, ob ich das will. Sie wird aber wunderschön werden“, sagte Trump über die geplante Anlage am Lincoln Memorial. Die Promenade soll vom Denkmal zum Ufer des Potomac-Flusses führen.

Das Lincoln-Denkmal ist eine der meistbesuchten Attraktionen der US-Hauptstadt. In dem tempelartigen Gebäude befindet sich eine Marmorstatue des sitzenden Lincoln, der während des Bürgerkriegs von 1861 bis zu seiner Ermordung 1865 Präsident war. Zudem plant Trump einen 76 Meter hohen Triumphbogen am gegenüberliegenden Ufer. Er wäre fast dreimal so hoch wie das Brandenburger Tor in Berlin und anderthalbmal so hoch wie der Pariser Triumphbogen. Eine US-Planungskommission brachte das Vorhaben am Donnerstag einen Schritt weiter. Trump begrüßte die Entwicklung in einem Online-Beitrag und kündigte an, der Triumphbogen werde nach seiner Fertigstellung „ohne Frage der größte von allen“ sein.

Kennedy Center muss Trumps Namen entfernen

Die weitreichenden Umgestaltungspläne des Präsidenten stoßen jedoch teils auf juristischen Widerstand. So muss das renommierte Kennedy Center in Washington nach einem Gerichtsurteil Trumps Namen wieder aus der offiziellen Bezeichnung entfernen. Roma Daravi, Vizepräsidentin für Öffentlichkeitsarbeit des Kennedy Centers, erklärte in einer Stellungnahme gegenüber AP: „Wir kommen der gerichtlichen Anordnung nach und prüfen gleichzeitig alle rechtlichen Möglichkeiten, um die Neugestaltung zu bewahren und die Führungsrolle von Präsident Trump anzuerkennen.“

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Gerichtsurteil: Nur der Kongress darf umbenennen

In einem Memo, das am Donnerstag von der Rechtsabteilung des Kennedy Centers an die Mitarbeiter verschickt wurde, erklärten die Anwälte der Einrichtung, dass E-Mail-Signaturen, Briefköpfe und andere Dokumente den Namen „The John F. Kennedy Center for the Performing Arts“ oder „Kennedy Center“ tragen müssen. Trump hatte seinen Namen im Dezember auf der Fassade des Kulturzentrums anbringen lassen. Ein Bundesrichter urteilte jedoch Ende Mai auf eine Klage hin, dass eine solche Umbenennung nur durch den US-Kongress erfolgen dürfe.

Die Entscheidung des Gerichts ist ein Rückschlag für Trump, der das Kennedy Center im Februar 2025 als neuen Vorstandsvorsitzenden übernommen hatte. Seitdem bemühte er sich, dem Zentrum seinen Stempel aufzudrücken. Die Klage gegen die Umbenennung wurde von mehreren Bürgern und Kulturorganisationen eingereicht, die argumentierten, dass die Namensänderung gegen geltendes Recht verstoße. Das Urteil stellt klar, dass die Exekutive nicht befugt ist, ohne Zustimmung des Kongresses historische Namen zu ändern.

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