Hollywood-Produzent Jason Cloth wegen 100-Millionen-Betrugs festgenommen
„Joker“-Produzent Jason Cloth wegen 100-Mio-Betrugs festgenommen

Der kanadische Filmproduzent Jason Cloth (60), bekannt für Filme wie „Joker“, „Ghostbusters: Legacy“ und „Babylon“, ist in Los Angeles festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft von Chicago wirft ihm vor, mit einem Schneeballsystem mehr als 100 Millionen Dollar von Investoren betrogen zu haben.

Anklage in sieben Fällen

Laut Anklage sammelte Cloth über seine Firma Creative Wealth Media Finance Corp. seit 2019 Gelder für Film- und Videospielprojekte ein. Statt diese wie versprochen zu investieren, habe er das Geld in kanadische Immobilien gesteckt und frühere Investoren damit ausgezahlt. Die Behörden sehen sieben Betrugsfälle als erwiesen an. Für jeden drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

Ponzi-Schema mit Hollywood-Glanz

Der 60-Jährige nutzte offenbar den Glanz der Filmbranche, um Anleger zu ködern. Sein Portfolio umfasst Dutzende Filme, darunter auch „Motherless Brooklyn“ und „The Current War“. Nach seiner Festnahme wurde Cloth gegen eine Kaution von 200.000 Dollar freigelassen. Das FBI rief mögliche weitere Opfer auf, sich zu melden.

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Bereits frühere Klagen

Es ist nicht das erste Mal, dass Cloth juristische Probleme hat: In Illinois und Florida laufen Sammelklagen wegen Betrugs. Auch in seiner Heimat Kanada gibt es Ärger. Dort hatte er mit seiner Firma 500 Millionen Dollar für Film- und TV-Projekte eingesammelt. Davon sollen mindestens 70 Millionen Dollar zweckentfremdet worden sein, unter anderem zur Auszahlung früherer Anleger.

Auswirkungen auf die Filmbranche

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Risiken bei der Finanzierung von Hollywood-Produktionen. Viele Investoren vertrauen auf die Erfolgsbilanz von Produzenten wie Cloth, der mit „Joker“ einen weltweiten Blockbuster landete. Die Anklage zeigt jedoch, wie leicht solche Systeme zusammenbrechen können. Weitere Ermittlungen laufen.

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