Video von Messerangriff in Belfast: Rechtsextreme rufen zu Protesten auf
Messerangriff in Belfast: Rechtsextreme rufen zu Protesten

Ein Video eines brutalen Messerangriffs im nordirischen Belfast hat in Großbritannien für Empörung gesorgt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde ein mutmaßlich aus Somalia stammender Tatverdächtiger festgenommen, der am Vortag einen Mann schwer im Gesicht sowie am Hals und Rücken verletzt haben soll. Angesichts von online veröffentlichten Videoaufnahmen des Angriffs riefen Vertreter der britischen Rechtsextremen zu Protesten auf.

Details des Angriffs

Ein Video zeigte den mutmaßlichen Angreifer, der einen am Boden liegenden, blutüberströmten Mann mehrfach mit einem Messer attackiert und offenbar versucht, ihm die Kehle durchzuschneiden. Premierminister Keir Starmer verurteilte den Vorfall als „schrecklich“ und „widerwärtig“. „Ich habe keinerlei Toleranz für abscheuliche Gewaltszenen wie diese auf unseren Straßen“, erklärte er im Onlinedienst X.

Polizeiliche Maßnahmen

Die Polizei habe den „äußerst besorgniserregenden Angriff“ als „kritischen Vorfall“ eingestuft, erklärte der stellvertretende Polizeichef Ryan Henderson. Zeugen des Vorfalls seien aufgerufen, die Ermittlungen zu unterstützen und jegliche Videoaufnahmen des Angriffs zur Verfügung zu stellen. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Tat.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hintergrund: Frühere Proteste

Vor wenigen Tagen hatte der Umgang der Polizei mit einem von einem Sikh niedergestochenen und wenig später gestorbenen weißen Studenten in Großbritannien gewaltsame Proteste ausgelöst. Während des Prozesses war ein Video öffentlich geworden, das zeigt, wie Polizisten dem schwer verletzten 18-jährigen Opfer Handschellen anlegten, statt ihm zu helfen. Wenig später starb der Student, nachdem er mehrmals „I can’t breathe“ („Ich kann nicht atmen“) gerufen hatte.

Reaktionen auf den früheren Fall

Der Angreifer hatte gegenüber den Polizisten am Tatort behauptet, er selbst sei das Opfer und von dem 18-Jährigen als Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der Sikh rassistisch beleidigt worden. Dass die Beamten dem Täter mehr Glauben schenkten als dem Opfer, rief vielfach Empörung hervor, insbesondere bei ultrarechten Politikern. Sie warfen der Polizei vor, Weiße zu benachteiligen.

Die aktuellen Proteste in Belfast zeigen die anhaltende Spannung in der britischen Gesellschaft. Die Polizei bleibt wachsam und appelliert an die Öffentlichkeit, keine weiteren Gewaltakte zu begehen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration