Trump prahlt mit bestandenem Demenztest nach Zweifeln an Gesundheit
Trump prahlt mit bestandenem Demenztest

US-Präsident Donald Trump hat Zweifeln an seinem Gesundheitszustand widersprochen und sich auf eine vor sechs Wochen veröffentlichte Diagnose berufen. „Ich habe gerade eine perfekte Untersuchung im Walter Reed abgeschlossen, ich mache das alle sechs Monate“, schrieb Trump am Samstag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. Wie das Weiße Haus ergänzend mitteilte, bezog sich der 80-Jährige auf eine Untersuchung im Walter-Reed-Militärkrankenhaus, deren Ergebnisse Ende Mai veröffentlicht worden waren. Für Trump war es bereits der dritte solche Termin in 13 Monaten. Nach der letzten regulären jährlichen Untersuchung hatte Leibarzt Sean Barbabella dem Präsidenten eine „hervorragende Gesundheit“ bescheinigt.

Kognitionstest als Beleg für geistige Fitness

In Bezug auf diese Untersuchung schrieb Trump am Samstag weiter: „Ich habe um einen weiteren Kognitionstest gebeten, als einziger Präsident, der das getan hat, dreimal, und ich habe sie alle mit Bravour bestanden – jede Frage richtig beantwortet.“ Trump reagierte damit auf ein jüngst veröffentlichtes Buch zweier Journalisten der „New York Times“. In dem Buch „Regime Change: Inside the Imperial Presidency of Donald Trump“ berichten die Autoren Maggie Haberman und Jonathan Swan von Bedenken einiger Mitarbeiter des Weißen Hauses hinsichtlich Trumps Alter, seiner Ausdauer und seiner körperlichen Verfassung.

Kritik an mangelnder Transparenz

Kritiker bemängeln, dass die Veröffentlichungen zu Trumps Gesundheit oft rosige Worte enthielten, aber kaum unabhängig nachprüfbare Fakten. Zuletzt hatten Blutergüsse an Trumps rechter Hand, Schwellungen an seinen Knöcheln und Anfälle von Schläfrigkeit bei offiziellen Terminen Fragen über seine Fitness aufgeworfen. Er selbst hatte die Blutergüsse mit häufigem Händeschütteln erklärt, seine Sprecherin Karoline Leavitt nannte zusätzlich auch noch die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten als Ursache. Die „leichten Schwellungen“ an seinen Beinen begründete das Weiße Haus im vergangenen Juli mit einer chronisch venösen Insuffizienz – also einer Erkrankung der Beinvenen, die vorwiegend bei älteren Menschen vorkommt.

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Altersdebatte in der US-Politik

In den USA gehört es zu den Eigenheiten des Politikbetriebs, dass Präsidenten regelmäßig öffentlich Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben – nicht, weil es gesetzlich vorgeschrieben wäre, sondern weil es sich im Laufe der Jahre so eingebürgert hat. Trump, der im Juni 80 Jahre alt wurde, ist der älteste Präsident der US-Geschichte. Fragen zur gesundheitlichen und geistigen Fitness älterer Politiker sind in Washington ein wiederkehrendes Thema. Bedenken über die kognitiven Fähigkeiten des damaligen Präsidenten Joe Biden hatten letztlich dazu geführt, dass dieser seine Wiederwahlkampagne für 2024 beendete. Trump hat in der Vergangenheit wiederholt auf sein Abschneiden bei Kognitionstests verwiesen und erklärt, er habe diese mehrfach absolviert und stets die volle Punktzahl erreicht.

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