Trump kündigt Teilnahme an verschobenem Presse-Dinner an
Washington – Nach dem dramatischen Abbruch des traditionellen Gala-Dinners der US-Hauptstadtpresse im April hat US-Präsident Donald Trump (80) seine Teilnahme am Nachholtermin am 24. Juli angekündigt. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, dass die Neuansetzung ein Zeichen von „Stärke“ und „Standhaftigkeit“ sei. Man dürfe nicht zulassen, dass „Verrückte“ den gewohnten Lebensstil beeinflussten. Die Einladung der Korrespondentenvereinigung habe er angenommen. Ob er bei seinem Auftritt erneut gegen politische Gegner austeilen werde, ließ der Republikaner offen. Zugleich kündigte er an, die Veranstaltung werde ein „heiß begehrtes“ Ticket sein.
Der Vorfall im April: Schüsse und Panik
Der ursprüngliche Termin am 25. April endete jedoch in Chaos und Panik. Der damals 31-jährige Lehrer Cole Tomas Allen aus Kalifornien eröffnete im Foyer des Washington Hilton nahe einer Sicherheitsschleuse das Feuer. Ein Sicherheitsbeamter wurde getroffen, bevor Einsatzkräfte den Mann nach einem Schusswechsel überwältigten. Nur wenige Meter trennten den Angreifer nach Angaben von Zeugen noch vom Zugang zum Ballsaal, in dem sich Trump, First Lady Melania Trump, Vizepräsident JD Vance, Kabinettsmitglieder sowie Hunderte Journalisten und Ehrengäste aufhielten. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen.
Neuer Ort: Waldorf Astoria
Diesmal findet das Event an einem anderen Ort statt: im Waldorf Astoria, nur wenige Straßen vom Weißen Haus entfernt. Die Organisation der Journalisten, die in Washington über die Politik der US-Regierung berichtet, richtet das Gala-Dinner einmal jährlich aus. Vertreter des Weißen Hauses und auch andere Prominente sind zu Gast. Die Journalisten-Vereinigung der im Weißen Haus akkreditierten Korrespondenten veranstaltet den Festabend seit mehr als 100 Jahren.
Trumps Verhältnis zur Presse
Trump boykottierte das Dinner jahrelang. In seiner ersten Amtszeit hatte er das Gala-Dinner der White House Correspondents Association als Präsident boykottiert. Er bezeichnet Medien gerne als „Feinde des Volkes“. Im April nahm er erstmals als US-Präsident am Dinner teil. Nun will er erneut kommen.



