Wohnungsbau: Zahl der Baugenehmigungen steigt erneut um 24,7 Prozent
Baugenehmigungen steigen erneut um 24,7 Prozent

Baugenehmigungen legen im Mai 2026 deutlich zu

Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland steigt weiter an. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Mai 2026 insgesamt 21.000 neue Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Anstieg von 24,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Davon entfielen 17.800 Genehmigungen auf Neubauten, während 3.200 Wohnungen in bestehenden Gebäuden entstehen sollen.

Positive Entwicklung im Jahresverlauf

Der positive Trend setzt sich auch im bisherigen Jahresverlauf fort. Von Januar bis Mai 2026 wurden bundesweit 104.700 Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt. Das sind 15,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit zeichnet sich eine Erholung nach einem sehr schwachen Jahr 2025 ab.

Trotz mehr Genehmigungen: Fertigstellungen bleiben niedrig

Obwohl die Genehmigungen als Frühindikator für die Bautätigkeit gelten, werden weiterhin nur wenige Wohnungen tatsächlich fertiggestellt. Im Jahr 2025 wurden lediglich 206.600 bezugsfertige Einheiten gezählt – ein Rückgang um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der niedrigste Wert seit 2012. Schätzungen zufolge fehlen in Deutschland insgesamt rund eine Million Wohnungen, insbesondere in Ballungsräumen ist bezahlbarer Wohnraum knapp.

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Ursachen der Wohnungsknappheit

Die Wohnungsknappheit ist nicht allein auf fehlende Neubauten zurückzuführen. Auch gestiegene Ansprüche tragen dazu bei: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Wohnungen deutlich stärker gestiegen als die Bevölkerungszahl. In den 44,0 Millionen Wohnungen haben die Menschen pro Kopf im Schnitt 49,5 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung.

Maßnahmen der Bundesregierung

Die Bundesregierung will mit einem sogenannten „Bau-Turbo“ über schnellere Genehmigungen den Wohnungsbau voranbringen. Zudem wurden Förderprogramme für energieeffizientes Bauen reaktiviert. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Lücke von einer Million Wohnungen zu schließen, bleibt abzuwarten.

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