Brandenburg hofft auf Lehrer aus anderen Bundesländern durch höhere Bezüge
Brandenburg: Hoffnung auf Lehrer aus anderen Ländern

Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) setzt darauf, dass die jüngste Anhebung der Bezüge für verbeamtete Lehrkräfte den Lehrerberuf im Land attraktiver macht. Er hofft, dass sich dadurch mehr Bewerber aus anderen Bundesländern für eine Stelle in Brandenburg entscheiden. „Ich habe die Hoffnung, dass sich mit der verbesserten Besoldung auch die Attraktivität des Lehrerberufes in Brandenburg steigern wird“, sagte Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur. Nach einer umgesetzten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hätten sich die Bezüge „zum Teil sehr deutlich erhöht“.

Bundesländer mit Überschuss an Lehrkräften

Hoffmann verwies darauf, dass es vereinzelt Bundesländer gebe, die nicht mehr alle Absolventinnen und Absolventen einstellen könnten. Hintergrund sei dort, dass etwa alle Stellen besetzt seien und die Schülerzahlen zurückgingen. „Da habe ich die Hoffnung, dass sich auch manch eine Lehrkraft aus anderen Bundesländern die Gehaltstabellen anschaut und nach Brandenburg kommen möchte“, so der Minister. Brandenburg selbst leidet unter einem akuten Mangel, der das neue Schuljahr erschwert. Klassen müssen zusammengelegt werden, und die Zahl der Unterrichtsstunden ist noch nicht flächendeckend gesichert.

Zusätzliche Stellen und Reformen

Um dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken, will die Koalition aus SPD und CDU zusätzliche 250 Stellen schaffen. Zuvor hatte die Vorgängerkoalition aus SPD und BSW die Zahl der Lehrkräfte aus Spargründen um 345 Vollzeitstellen reduziert. Im Gegenzug für die erhöhten Beamtenbezüge soll die Wochenarbeitszeit von 40 auf 41 Stunden steigen. Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es jedoch keine weitere Pflichtstunde – sie haben bereits seit dem zweiten Schulhalbjahr aus Spargründen eine Unterrichtsstunde mehr.

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Auswirkungen auf den Schulbetrieb

Der Lehrkräftemangel bleibt eine große Herausforderung für Brandenburg. Die zusätzlichen Stellen und die Hoffnung auf Zuzug aus anderen Ländern sollen die Situation entschärfen. Ob dies gelingt, wird sich im Laufe des Schuljahres zeigen. Minister Hoffmann bleibt optimistisch, dass die verbesserte Bezahlung ein entscheidender Anreiz ist.

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