Zoll hebt Drogenlabor bei Berlin aus: Crystal Meth und Festnahmen
Drogenlabor bei Berlin ausgehoben: Crystal Meth gefunden

Zoll und Polizei haben bei einer groß angelegten Razzia in Ludwigsfelde südlich von Berlin ein illegales Drogenlabor ausgehoben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin und des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg wurde dort vor allem die synthetische Droge Crystal Meth hergestellt. Der Einsatz, an dem mehr als 250 Kräfte beteiligt waren, konzentriert sich nun auf die Räumung und Entsorgung von Restchemikalien durch Fachunternehmen.

„Wir hoffen, den Einsatz im Tagesverlauf beenden zu können“, sagte Christian Lanninger, Sprecher des Zollfahndungsamtes. In dem Labor, das sich noch in der Aufbauphase befand, stellten die Ermittler rund 30 Kilogramm Methamphetamin sowie fast 50 Liter mutmaßliche Methamphetamin-Base sicher. Crystal Meth ist ein Aufputschmittel mit hohem Suchtfaktor und zählt zu den gefährlichsten synthetischen Drogen.

Razzia auch in Berlin: Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht

Bereits am Mittwoch hatten Polizei und Zollfahndungsamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft neben dem Labor im Industriepark Ost in Ludwigsfelde auch 14 weitere Räume und Wohnungen in Berlin und Brandenburg durchsucht. Betroffen waren Wohnanschriften in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Mitte sowie Geschäftsräume in Tempelhof-Schöneberg und Pankow.

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Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt zwölf Beschuldigte im Alter von 19 bis 47 Jahren, unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. In einer der durchsuchten Wohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf fanden die Beamten fast 50 Kilogramm Cannabisprodukte, 32 Kilogramm Ketamin sowie drei scharfe Schusswaffen einschließlich Munition.

Hauptbeschuldigter heuerte Mexikaner als Laboranten an

Der 21-jährige Hauptbeschuldigte soll für den Betrieb des Labors drei mexikanische Staatsangehörige im Alter zwischen 46 und 47 Jahren engagiert haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die drei Männer wurden in dem Labor festgenommen. Insgesamt wurden sieben Beschuldigte vorläufig festgenommen, sechs davon am Donnerstag einer Haftrichterin in Berlin und Heidelberg vorgeführt. Die Haftbefehle wurden in Vollzug gesetzt.

Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Erkenntnisse aus einem mutmaßlichen Cannabisschmuggel im Februar 2026, die schließlich zu dem Labor führten. An dem Einsatz waren Bundespolizei, das Bundeskriminalamt, die Analytische Taskforce des LKA Berlin und das THW beteiligt. Zwei Festnahmen erfolgten durch das Spezialeinsatzkommando der Landespolizei Brandenburg.

Vergleich mit früherem Fund in Nauen

Die Entdeckung dieses Labors erinnert an eine noch größere illegale Produktionsstätte für synthetische Drogen in Nauen im Landkreis Havelland, die Ende Oktober 2026 ausgehoben wurde. Damals wurden 400 Kilogramm Drogen in Kristallform und tonnenweise Chemikalien sichergestellt. Im aktuellen Fall handle es sich um geringere Dimensionen, hieß es. Die Ermittlungen dauern an.

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