Die Bayreuther Festspiele setzen im Jahr 2027 auf ein bewährtes Team: Der Dirigent Christian Thielemann und der Künstler Neo Rauch werden gemeinsam eine Neuinszenierung von Richard Wagners „Parsifal“ auf den Grünen Hügel bringen. Dies gab Festspiel-Chefin Katharina Wagner bekannt. Thielemann und Rauch hatten bereits bei der gefeierten „Lohengrin“-Produktion zusammengearbeitet, die von 2018 bis 2025 auf dem Spielplan stand. Damals gestaltete Rauch das Bühnenbild, und auch beim „Parsifal“ wird seine Frau Rosa Loy wieder mitwirken.
Zwei Neuproduktionen pro Jahr bei halbiertem Budget
Die Festspiele stehen vor ihrem großen Jubiläum, blicken aber bereits über dieses hinaus. Künftig soll es stets zwei Neuproduktionen pro Jahr geben. Allerdings müssen die Künstler mit finanziellen Einschränkungen rechnen: „Jede Produktion hat nur die Hälfte der heutigen Mittel zur Verfügung“, erklärte Geschäftsführer Hans-Dieter Sense. Grund dafür sei, dass sich die Publikumsgewohnheiten geändert hätten. „Die wollen alle ständig immer 'was Neues sehen“, so Sense. Es habe sich zudem herausgestellt, dass die Produktionen eine kürzere Lebensdauer hätten.
Weitere Pläne: Neuer „Lohengrin“ und letzte „Tannhäuser“-Wiederaufnahme
Neben dem „Parsifal“ ist für 2027 auch eine neue Interpretation des „Lohengrin“ geplant, wie Katharina Wagner mitteilte. Zudem kehrt die gefeierte „Tannhäuser“-Inszenierung von Regisseur Tobias Kratzer noch einmal zu den Festspielen zurück – diesmal soll es wirklich die letzte Wiederaufnahme sein. Eine weitere Wiederaufnahme gibt es mit den „Meistersingern“. Die Bayreuther Festspiele reagieren damit auf veränderte Sehgewohnheiten und streben eine höhere Erneuerungsrate an.



