Warnstreiks im Handel: 31 Ikea-Filialen betroffen
Warnstreiks im Handel: 31 Ikea-Filialen betroffen

In der laufenden Tarifrunde haben erneut tausende Beschäftigte im Handel ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen, die sich diesmal vor allem gegen die Möbelhauskette Ikea richteten. Nach Angaben von Verdi waren 31 Einrichtungshäuser in unterschiedlichem Ausmaß vom Arbeitskampf betroffen.

Beteiligung und Auswirkungen

Mehr als 8.000 Handelsbeschäftigte beteiligten sich laut Verdi an den Warnstreiks. Eine Sprecherin berichtete von spürbaren Einschränkungen in den Betriebsabläufen, insbesondere im Kassenbereich. In einigen Filialen mussten zudem Termine in den Küchenstudios abgesagt werden. Ikea selbst teilte auf Nachfrage mit, dass man aktuell nur geringe Auswirkungen durch die Streiks beobachte. Alle 54 Filialen seien geöffnet.

Reaktionen der Arbeitgeber

Steven Haarke, Tarifgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, erklärte: „Die Geschäfte laufen wie gewohnt weiter. Verdi muss verstehen, dass die Streiks nicht zum Ziel führen.“ Er bezeichnete die Konfrontation als falsche Taktik. Die Arbeitgeber haben zuletzt in mehreren Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Hamburg im Einzelhandel ab November eine Erhöhung um zwei Prozent angeboten und ab August 2027 eine weitere um 1,5 Prozent bei einer zweijährigen Laufzeit. Verdi lehnte dieses Angebot ab.

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Forderungen der Gewerkschaft

Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Verhandlungen für den Einzelhandel sowie den Groß- und Außenhandel starteten im April in den ersten Landesbezirken. Bereits Mitte Mai und Anfang Juni hatte Verdi zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. Im Handel arbeiten laut Gewerkschaft rund 5,2 Millionen Menschen, davon 3,4 Millionen im Einzelhandel.

Vergangene Tarifverhandlungen

Die vorherigen Tarifverhandlungen zogen sich über mehr als ein Jahr hin. Am Ende stand für die Beschäftigten im Einzelhandel ein Einkommensplus von insgesamt etwa 14 Prozent für die Jahre 2023 bis 2025. Die aktuellen Warnstreiks zeigen, dass die Gewerkschaft weiterhin Druck auf die Arbeitgeber ausübt, um eine deutliche Lohnerhöhung zu erreichen.

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