Absatz-Einbruch in China trifft Volkswagen knallhart
Absatz-Einbruch in China trifft Volkswagen

Absatz-Einbruch in China: Volkswagen verliert massiv Marktanteile

Volkswagen erlebt einen historischen Absatzeinbruch in China. Im ersten Quartal 2025 gingen die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent zurück. Damit setzt sich der Abwärtstrend des Wolfsburger Autobauers auf dem wichtigsten Automarkt der Welt fort. Der Konzern lieferte nur noch rund 600.000 Fahrzeuge aus – so wenige wie seit Jahren nicht.

Der Rückgang ist vor allem auf die schwache Nachfrage nach Verbrennerfahrzeugen zurückzuführen. Chinesische Kunden greifen zunehmend zu Elektroautos heimischer Hersteller wie BYD oder Nio. Volkswagen hat es bislang nicht geschafft, mit seinen E-Modellen in China entscheidend Fuß zu fassen. Die ID.-Reihe kommt bei den Käufern nur verhalten an.

Gewinn bricht ein – Konzern spart knallhart

Die Folgen für die Bilanz sind drastisch. Der operative Gewinn von Volkswagen sank im ersten Quartal um rund 40 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Konzernchef Oliver Blume sprach von einem „sehr herausfordernden Umfeld“ und kündigte ein striktes Sparprogramm an. „Wir müssen unsere Kosten drastisch senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Blume laut einer Mitteilung. Der Konzern will unter anderem die Modellpalette verschlanken und Fixkosten reduzieren.

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Besonders betroffen ist die Kernmarke VW Pkw. Sie verbuchte einen operativen Verlust von 200 Millionen Euro – ein deutlicher Rückschlag nach einem positiven Vorjahr. Auch die Rendite der Marke fiel auf minus 0,5 Prozent. Das Sparprogramm sieht unter anderem den Abbau von Stellen in der Verwaltung vor, betriebsbedingte Kündigungen sollen aber vermieden werden.

China-Markt bleibt schwierig – Konkurrenz wächst

Die Lage in China wird sich nach Einschätzung von Analysten so schnell nicht bessern. Der Wettbewerb durch lokale Hersteller wird immer intensiver. Zudem leidet die gesamte Branche unter Überkapazitäten und Preiskämpfen. Volkswagen versucht gegenzusteuern, indem es mehr Elektroautos lokal produziert und die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern wie XPeng ausbaut. Doch die Erfolge lassen auf sich warten.

Der Absatzrückgang in China ist Teil eines globalen Trends. Auch in Europa und den USA kämpft Volkswagen mit schwacher Nachfrage. Weltweit sanken die Auslieferungen um 7 Prozent auf 2,1 Millionen Fahrzeuge. Der Konzern hält an seinem Ziel fest, die operative Rendite bis 2026 auf 6,5 Prozent zu steigern – im ersten Quartal lag sie nur bei 4,2 Prozent.

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