Adeyemi: „Wenn ich es bestellen kann, kann es nicht illegal sein“
Adeyemi: „Bestellbar heißt nicht illegal“

BVB-Profi Adeyemi erklärt Waffenbesitz

Der elfmalige Fußballnationalspieler Karim Adeyemi hat in einer Dokumentation über die Hintergründe seines Strafbefehls wegen illegalen Waffenbesitzes gesprochen. Der Profi von Borussia Dortmund betonte, er habe nicht gezielt verbotene Waffen bestellen wollen, sondern eine sogenannte „Mystery Box“ erworben. Der genaue Inhalt sei vor der Bestellung nicht vollständig klar gewesen. Dies erzählt Adeyemi in der Amazon-Prime-Doku „Loredana & Karim – Love & Drama“.

Im November des Vorjahres war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Hagen wegen des Besitzes verbotener Gegenstände nach dem Waffengesetz einen Strafbefehl gegen Adeyemi erlassen hatte. Der Fußballer wurde verurteilt und musste eine Geldstrafe in Höhe von 450.000 Euro zahlen, gestaffelt in 60 Tagessätze zu je 7500 Euro. Zudem erhielt er einen Eintrag ins Bundeszentralregister, gilt jedoch nicht als vorbestraft.

Inhalt der Mystery Box

In der von Adeyemi bestellten „Mystery Box“ befanden sich unter anderem ein Schlagring und ein Taser. Der Besitz beider Gegenstände ist ohne entsprechende Erlaubnis strafbar. Die Polizei wurde auf das Paket am Flughafen aufmerksam, als ein Freund Adeyemis es ihm in den Urlaub mitbringen wollte. Adeyemi war sich bewusst, dass sich in der Box Waffen befinden könnten. „Es ist eine Box gewesen auf einer Seite, wo ich schon weiß, was da drin sein kann. Es war eine Jagdseite oder sowas. Von einem Schlagring bis zu einem kleinen Taschenmesser. Es kann alles sein“, erklärte Adeyemi. Sein Gedanke sei gewesen: „Wenn ich es bestellen kann, kann es niemals illegal sein.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Motivation für die Waffensuche

Auf die Frage, warum er im Internet überhaupt nach Waffen suchte, antwortete Adeyemi: „Wenn ich allein bin und mich jemand überfallen will, dann soll er das machen – aber nicht meine Familie.“ Dabei spiele auch eine Rolle, dass seine Partnerin Loredana „keine normale Frau“ sei, sondern Rapperin. Als Person des öffentlichen Lebens müsse man sich selbst verteidigen können, so der Fußballer.

Reaktionen und Konsequenzen

Bereits nach Bekanntwerden des Strafbefehls entschuldigte sich Adeyemi öffentlich für sein Verhalten und sprach von einem „riesigen Fehler“. Danach vereinbarte Borussia Dortmund in Absprache mit dem DFB, dass Adeyemi im Dortmunder Fußball-Sozialprojekt Nordstadtliga mit Kindern trainiert. Die Erklärungen Adeyemis zu seinem bestellten Überraschungspaket gelten als kurios. Der Fall wirft weiterhin Fragen auf.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration