Der teuerste Audi aller Zeiten: Nuvolari mit 1001 PS
Audi präsentiert mit dem Nuvolari einen neuen Supersportwagen, der als erster der Marke einen Hybridantrieb erhält. Der 1001 PS starke Bolide, der rund 600.000 Euro kosten wird, soll ab 2027 in Serie gehen. Limitiert auf nur 499 Exemplare, ist er der stärkste und schnellste Audi, den es je gab. Entwicklungsvorstand Rouven Mohr beschreibt ihn als „bis dato stärksten und schnellsten Audi“ und zugleich als das teuerste Auto, das in Ingolstadt je gebaut wurde.
Entwicklung in Rekordzeit
Das Projekt entstand in weniger als 18 Monaten von der ersten Idee bis zur Jungfernfahrt. Eine Task Force von zunächst einem halben Dutzend und später weniger als 50 Mitarbeitern arbeitete hinter dicken Panzertüren im Studio C-3 in Ingolstadt. Der Nuvolari soll Audi aus der Schockstarre holen und den Einstieg in die Formel 1 würdigen. Bereits am Wochenende beim Grand Prix in Monaco dreht er seine ersten Runden.
Technische Details: Hybrid mit V8 und drei E-Maschinen
Der hinter den Sitzen montierte 4,0-Liter-V8-Motor leistet allein 800 PS. In Kombination mit drei Elektromaschinen und einer Batterie steigt die Systemleistung auf 1001 PS. Die Elektrifizierung dient primär der Performance, nicht der Political Correctness. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 2,6 Sekunden, 200 km/h sind nach 6,8 Sekunden erreicht, die Höchstgeschwindigkeit liegt jenseits von 350 km/h. Der Motor dreht bis zu 10.000 Touren und sorgt für einen emotionalen Sound.
Design und Material: Klassisch und authentisch
Das Design des Nuvolari ist schnörkellos und fast monolithisch, mit aktiver Aerodynamik statt aggressiver Spoiler. Die Karosserie besteht erstmals bei Audi komplett aus Karbon, ergänzt durch stählerne Kühlrippen und Metall-Akzente. Im Innenraum dominieren graues Leder und poliertes Aluminium, physische Lüftungsdüsen und ein rundes Lenkrad statt Touchscreens. Entwicklungsvorstand Mohr betont: „Kein Fake, alles echt.“
Name und Tradition: Hommage an Tazio Nuvolari
Der Name Nuvolari ehrt den legendären Rennfahrer Tazio Nuvolari, den Ferdinand Porsche einst als den Besten aller Zeiten bezeichnete. Nuvolari fuhr in den 1930er Jahren Grand-Prix-Siege für Alfa Romeo und die Auto Union ein. Zugleich verweist der Name auf die italienischen Wurzeln des Supersportwagens, der auf dem Lamborghini Temerario basiert. Mohr, selbst ehemaliger Entwicklungschef bei Lamborghini, betont jedoch, dass der Nuvolari eine konsequente Weiterentwicklung sei – „Lamborghini next level“.
Fahrwerk: Quattro predictive ride
Der Nuvolari erhält die nächste Evolutionsstufe des Quattro-Antriebs: „Quattro predictive ride“ berechnet Grip und Traktion voraus und regelt die Kraftverteilung über die beiden E-Motoren an der Vorderachse, bevor der Fahrer eine Änderung spürt. Dieses System verbessert die Agilität und Sicherheit des Supersportwagens.
Marktstart und Positionierung
Der Nuvolari wird ab Frühjahr 2027 zu Preisen um 600.000 Euro ausgeliefert. Er positioniert sich als Gegenentwurf zu Modellen wie dem AMG GT und dem Ferrari Luce, die auf Elektroantrieb setzen. Audi setzt beim Nuvolari bewusst auf einen klassischen Hybridansatz mit starkem Verbrenner. Die limitierte Auflage von 499 Stück unterstreicht die Exklusivität.
Bedeutung für Audi
Der Nuvolari ist Teil der größten Produktoffensive von Audi, die mit dem Q6 E-Tron begann. Trotz vieler neuer Modelle wie Q5, A5, A6 und RS5 blieb der erhoffte Aufbruch bisher aus. Mit dem Nuvolari und dem Formel-1-Engagement will Audi neuen Schwung gewinnen. Die Stimmung im Unternehmen erinnert an die erfolgreichen Le-Mans-Zeiten. Entwicklungsvorstand Mohr hofft, dass der Nuvolari auf der Straße die Pole-Position zurückerobert und die Herzen der Petrolheads gewinnt.



