Die deutsche Bauwirtschaft hat im Mai dank einer starken Nachfrage im Tiefbau wieder mehr Aufträge erhalten. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vormonat inflationsbereinigt um 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.
Dreimonatsvergleich zeigt positive Tendenz
Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich von März bis Mai lag der Auftragseingang um 2,6 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor. Getragen wurde die Entwicklung vom Tiefbau mit einem Plus von 8,7 Prozent zum Vormonat. Dieser Bereich ist stark von staatlichen Aufträgen geprägt, beispielsweise dem Straßenbau.
Hochbau mit Rückgang
Der Hochbau meldete dagegen einen Rückgang von 3,1 Prozent. Hierunter fällt etwa der Wohnungsbau. Der Umsatz der Branche wuchs im Mai um 2,4 Prozent zum Vorjahresmonat auf 10,1 Milliarden Euro. Preisbereinigt gab es allerdings ein Minus von 2,1 Prozent.
Beschäftigung leicht gestiegen
Trotz des Umsatzrückgangs stellten die Firmen weiter Personal ein. Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen nahm im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent auf rund 545.000 zu. Die Angaben des Bundesamtes beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen.



