Die Deutsche Bahn hat den zweiten Bauabschnitt für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Angermünde und Stettin an der deutsch-polnischen Grenze gestartet. Das Projekt umfasst die Elektrifizierung des Abschnitts zwischen Passow und Stettin sowie den Bau eines zweiten Gleises auf rund 30 Kilometern Länge. Dadurch sollen künftig Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde möglich sein.
Mehr Kapazität und Zuverlässigkeit
Laut Bahnangaben steigt durch den Ausbau die Streckenkapazität deutlich. „Es können mehr Züge unterwegs sein. Verspätungen werden minimiert, der Fahrplan also zuverlässiger“, erklärte das Unternehmen. Am Bahnhof Passow ist im Zuge des zweiten Bauabschnitts ein neuer Mittelbahnsteig sowie eine Fußgängerbrücke mit Aufzug geplant.
Zeitplan und Verzögerungen
Die Gesamtstrecke von Angermünde nach Stettin soll Ende 2027 in Betrieb gehen. Der erste Bauabschnitt zwischen Angermünde und Passow wurde Ende 2025 fertiggestellt. Dort wurden unter anderem Oberleitungen erneuert und 740 Meter lange Überholgleise für Güterzüge gebaut. Ursprünglich war die Fertigstellung für 2025 geplant. Als Gründe für die Verzögerungen nannte die Bahn Personalmangel in der Bauindustrie sowie zusätzliche Gutachten für den Naturschutz. Der Ausbau läuft bereits seit Ende 2021.



