Brandanschläge in Cottbus: Innenminister Redmann verurteilt Taten
Brandanschläge in Cottbus: Redmann verurteilt Taten

Zwei Brandanschläge in Cottbus: Innenminister Redmann zeigt sich fassungslos

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) hat sich entsetzt über zwei mutmaßliche Brandanschläge in Cottbus geäußert. „Die beiden Brandanschläge von gestern Nacht machen mich wütend“, erklärte der Minister. „Rechtsextremisten verätzen das Zusammenleben. Wer Molotow-Cocktails schmeißt, nimmt Opfer in Kauf. Das macht mich fassungslos.“ Die Taten ereigneten sich in der Nacht zum Samstag in der Stadt.

Angriff auf Wohnprojekt „Zelle 79“ und Brand an Club „Chekov“

Nach Angaben der Polizei wurde das alternative Wohnprojekt „Zelle 79“ Ziel eines Brandanschlags. Unbekannte warfen Molotow-Cocktails auf das Gebäude. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Der Staatsschutz und eine Mordkommission sind eingeschaltet. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Tatverdächtigen aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. In unmittelbarer Nähe des Wohnprojekts brannte zudem eine Zaunlatte am Club „Chekov“. Auch hier prüft die Polizei eine versuchte Brandstiftung.

Sicherheitsmaßnahmen verstärkt – auch wegen CSD-Aktionswochen

Innenminister Redmann verwies auf bereits erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Diese seien auch mit Blick auf die Aktionswochen zum Christopher Street Day (CSD) in Cottbus hochgefahren worden. „Eine spezialisierte Ermittlungsgruppe leuchtet die Strukturen des verantwortlichen Milieus aus“, sagte Redmann. „Die Sicherheitsmaßnahmen sind erhöht. Die Polizei hat ihre Präsenz im Stadtgebiet auch im Zuge der CSD-Aktionswochen verstärkt.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Oberbürgermeister Schick fordert mehr Videokameras

Cottbus’ Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) drängt auf den verstärkten Einsatz von Videokameras im öffentlichen Raum. „Wir brauchen klare Regelungen, um den Einsatz von Kameras auch im öffentlichen Raum gezielt und rechtssicher zu gewährleisten, abzuschrecken und die Aufklärung von Straftaten zu unterstützen“, sagte Schick. „Datenschutz darf den Schutz von Menschen nicht behindern.“ Zudem seien für die Opfer solcher Attacken die notwendigen Strukturen und Finanzen erforderlich.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration