Elektromobilität: Batteriebranche warnt vor hoher China-Abhängigkeit
Die Nachfrage nach Elektroautos wächst wieder, doch der Branchenverband ZVEI sieht große Risiken. Denn die Hersteller setzen verstärkt auf chinesische Lieferanten.
Frankfurt. Trotz einer Rekordproduktion im vergangenen Jahr warnt die deutsche Batterieindustrie vor einer wachsenden Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten, insbesondere aus China. Die Produktion von Batterien in Deutschland stieg 2025 um elf Prozent auf den Höchstwert von 8,1 Milliarden Euro, wie der Branchenverband ZVEI am Dienstag mitteilte.
Der Hochlauf von Elektroautos, die wieder staatlich gefördert werden, und von Batteriespeichern sorgte für steigende Nachfrage. Vor allem die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien legte kräftig um 28 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zu.
Dennoch sieht der Verband Risiken für den Standort. Die Versorgung sei aktuell gesichert, erklärte der Vorsitzende des ZVEI-Fachverbands Batterien, Christian Rosenkranz. Gefährdet sei aber die Wettbewerbsfähigkeit des Batterieökosystems in Deutschland und Europa.
Insgesamt importierte Deutschland 2025 Batterien im Wert von 22 Milliarden Euro, denen Exporte von 7,8 Milliarden Euro gegenüberstanden. Hauptlieferant für den deutschen Markt bleibt China. Die Importe von dort stiegen um 25 Prozent auf rund elf Milliarden Euro, während die Einfuhren aus dem europäischen Ausland um elf Prozent zurückgingen.
Es gebe damit eine hohe Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten, erklärte ZVEI-Geschäftsführer Gunther Kellermann. „Wenn diese unterbrochen werden oder einzelne Regionen ihre Exporte kurzfristig komplett einstellen, wird klar, wie verletzlich wir sind, insbesondere in kritischen Sektoren wie der Verteidigung oder bei Rechenzentren“, warnte er. Der Verband fordert deshalb verbesserte Rahmenbedingungen mit niedrigeren Strompreisen sowie den Abbau von Handelshemmnissen.
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