Bei Hertha BSC zeichnet sich möglicherweise eine erneute Übernahme durch einen Investor ab. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung hat der US-Amerikaner Phil Murphy Interesse an einem Einstieg beim finanziell angeschlagenen Fußball-Zweitligisten bekundet. Der 68-Jährige war von 2009 bis 2013 Botschafter der USA in Berlin und pflegt eine Verbundenheit zum Hauptstadtclub. Bis Januar 2026 amtierte Murphy als Gouverneur von New Jersey.
Gespräche mit Präsidiumsmitglied Thaeter
Bereits sollen Kontakte zwischen Murphy und Herthas Präsidiumsmitglied Ralf Thaeter stattgefunden haben. Eine offizielle Anfrage bei den Berlinern blieb bislang unbeantwortet. Murphy ist Gründer und Hauptbesitzer des US-Frauenfußballteams Gotham FC und soll bereits Gespräche mit der Gesellschaft A-Cap geführt haben, die knapp 79 Prozent der Anteile an der Hertha KGaA hält.
Hintergrund der Anteilsverhältnisse
A-Cap hatte die Anteile zuvor vom vorherigen Investor 777 Partners erworben. Dieser wiederum hatte 2023 die Anteile von Lars Windhorst übernommen, der insgesamt rund 374 Millionen Euro in den Club investiert hatte. Die finanziellen Schwierigkeiten von Hertha BSC sind bekannt, und ein neuer Investor könnte dringend benötigte Mittel bringen.
Die Entwicklung zeigt, dass trotz der prekären Lage des Vereins weiterhin Investoren Interesse an einer Beteiligung haben. Ob es tatsächlich zu einer Einigung kommt, bleibt abzuwarten. Die Gespräche befinden sich offenbar in einem frühen Stadium.



