Rekordproduktion in Debrecen
BMW hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Im neu errichteten Werk im ungarischen Debrecen ist der 50.000ste iX3 vom Band gelaufen, wie der Konzern mitteilte. Das Fahrzeug ist das erste Modell der sogenannten „Neuen Klasse“, mit der BMW die Elektromobilität vorantreibt. Produktionsvorstand Raymond Wittmann zeigte sich stolz: „Nie zuvor haben wir in einem neuen Werk so schnell so viele Fahrzeuge gebaut.“ Die zweite Schicht startete bereits im Februar und damit deutlich früher als ursprünglich geplant. Zudem sei man auf Kurs, bald 100.000 Auftragseingänge für den iX3 zu erreichen.
Herausforderungen für BMW
Der Erfolg des iX3 steht in einem gewissen Kontrast zu den aktuellen Schwierigkeiten des Konzerns. BMW hatte erst kürzlich mit einer Gewinnwarnung überrascht und zuletzt insgesamt sinkende Absätze gemeldet. Seit Mitte Mai führt Milan Nedeljkovic das Unternehmen als neuer Chef. Zudem gibt es Spekulationen über einen drohenden Jobabbau. Am Donnerstag wird der Konzern seine Halbjahreszahlen vorlegen. Analysten erwarten angesichts des schwierigen Marktumfelds weitere Details zu den Kosteneinsparungen.
Branchenumfeld
Die deutsche Autoindustrie insgesamt hat derzeit mit Gegenwind zu kämpfen. Konkurrent Audi vermeldete am Montag deutlich sinkende Gewinne. Die Nachfrage nach Elektroautos schwächelt in einigen Märkten, während der Wettbewerb aus China zunimmt. BMWs Fokus auf die „Neue Klasse“ mit dem iX3 als Vorreiter soll langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Die Produktion in Debrecen läuft auf Hochtouren, und das Werk gilt als Vorzeigeprojekt für effiziente Fertigung.



