Meinung: Gewinn bei BMW bricht ein – Willkommen zurück auf der Erde. Ein Kommentar von Martin Hesse.
Lange galt BMW als letzte Bastion im Kampf gegen den Niedergang der deutschen Autobranche. Jetzt zeigt sich: Ex-Chef Oliver Zipse hinterlässt ein schwieriges Erbe.
Der einstige Vorzeigekonzern
BMW galt in den vergangenen Jahren als strahlendes Beispiel für die deutsche Automobilindustrie. Während andere Hersteller mit Absatzproblemen und Transformationsschwierigkeiten kämpften, schien der Münchner Konzern immun gegen die Krise. Die hohen Gewinne und die starke Marke nährten den Glauben, BMW sei auf dem richtigen Weg.
Die Kehrseite der Medaille
Doch nun zeigt sich die Wahrheit: Der Gewinn bricht ein, und die Strategie des scheidenden Chefs Oliver Zipse hinterlässt tiefe Spuren. Kritiker werfen ihm vor, zu lange auf Verbrenner gesetzt und die Elektromobilität vernachlässigt zu haben. Die einstige Innovationskraft scheint verloren gegangen zu sein.
- Gewinneinbruch um über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
- Absatzrückgang vor allem in China und Europa
- Hohe Investitionen in Elektromobilität belasten die Bilanz
Ein schwieriges Erbe
Oliver Zipse hinterlässt seinem Nachfolger kein einfaches Erbe. Die Herausforderungen sind enorm: Die Konkurrenz aus China und den USA schläft nicht, und die Transformation zur Elektromobilität erfordert enorme Anstrengungen. Zudem steht die gesamte deutsche Autobranche unter Druck.
Es ist Zeit für einen Neuanfang. Der neue Vorstandsvorsitzende muss die Weichen für eine nachhaltige Zukunft stellen und die Fehler der Vergangenheit korrigieren. Nur so kann BMW wieder zu alter Stärke zurückfinden.
Dieser Kommentar erschien am 17.06.2026 um 16.05 Uhr.



