Continental verkauft Kunststofftechnik: IGBCE droht mit Widerstand
Conti verkauft Kunststofftechnik: IGBCE droht mit Widerstand

Nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags für die Kunststofftechniksparte Contitech an den Finanzinvestor Lone Star Funds hat die Gewerkschaft IGBCE Widerstand gegen mögliche zusätzliche Stellenstreichungen angekündigt. Man setze auf Dialog mit dem neuen Eigentümer, sollte es jedoch Pläne für einen weiteren Arbeitsplatzabbau über die bereits beschlossene Größenordnung hinaus geben, werde dies auf „entschiedenen Widerstand“ stoßen, erklärte Francesco Grioli, Mitglied des Continental-Aufsichtsrats und des geschäftsführenden Hauptvorstands der IGBCE.

Hintergrund des Verkaufs

Der Reifenhersteller Continental hatte bereits im Mai angekündigt, bei der Tochtergesellschaft Contitech weltweit 3.000 Stellen abzubauen, davon 1.600 in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen sollen dabei bis mindestens Ende 2030 vermieden werden, wie die IGBCE damals mitteilte. Der Verkauf an Lone Star steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen, der Unternehmenswert wurde im Kaufvertrag auf vier Milliarden Euro festgelegt. Continental erwartet den Abschluss bis Ende des laufenden Jahres.

Auswirkungen auf die Belegschaft

Mit dem Verkauf wird Continental zu einem reinen Reifenhersteller. Contitech liefert unter anderem Schläuche, Antriebsriemen und Förderbänder für die Industrie und beschäftigte zuletzt mehr als 20.000 Mitarbeiter weltweit, davon etwa 7.700 in Deutschland. Der stellvertretende Continental-Aufsichtsratsvorsitzende und Konzernbetriebsratschef Hasan Allak betonte, dass ein Eckpunktepapier den Käufer unter anderem zu Investitionen, Arbeitsplatzsicherung und der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen in Deutschland verpflichte. Der Käufer habe zudem zugesichert, Perspektiven für Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen.

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Reaktionen und Ausblick

Continental hatte den Verkauf der Sparte bereits vor längerem angekündigt. Der Konzern hat zuvor schon seine Autozuliefersparte Aumovio abgespalten. Die Gewerkschaft IGBCE wird die Entwicklung genau beobachten und bei Verstößen gegen die Vereinbarungen Gegenmaßnahmen ergreifen.

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