Denza Z: BYD-Tochter greift mit 1600 PS Sportwagen europäische Konkurrenz an
Denza Z: 1600 PS Sportwagen von BYD-Tochter

Der Denza Z ist ein elektrischer Sportwagen der chinesischen Premiummarke Denza, einer Tochter des weltgrößten Elektroautoherstellers BYD. Mit 1600 PS, einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h und einer neuartigen Steer-by-Wire-Lenkung positioniert sich das Fahrzeug als direkter Angriff auf etablierte europäische Sportwagenhersteller wie Porsche. Präsentiert wurde der Denza Z auf dem renommierten Goodwood Festival of Speed, der traditionellen Bühne für Sportwagen-Neuheiten.

Warum baut BYD einen Sportwagen?

BYD, bekannt für günstige Elektro-Kleinwagen und SUVs, fehlte bislang ein Imageträger. Der Denza Z soll nicht in hohen Stückzahlen verkauft werden, sondern als Statement dienen: BYD kann nicht nur Masse, sondern auch Emotionen und Hochleistungstechnik. Das Fahrzeug wird als Coupé und Roadster angeboten und nutzt eine 1000-Volt-Architektur, eine neue Blade-Batterie der zweiten Generation und Carbon-Keramik-Bremsen. Die Batterie mit 76 kWh soll in nur neun Minuten von 10 auf 97 Prozent geladen werden können – selbst bei extremen Minusgraden dauert es nach Werksangaben nur drei Minuten länger.

Technik: Steer-by-Wire und 2+2-Sitzkonzept

Herzstück des Denza Z ist die Steer-by-Wire-Lenkung, die vollständig auf eine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Vorderrädern verzichtet. Das Lenkrad kann sogar eingeklappt werden, um beim automatisierten Fahren mehr Platz zu schaffen. Drei Elektromotoren verteilen die Antriebskraft je nach Bedarf an die Räder, während zwei Stellmotoren der Hinterradlenkung das Einlenkverhalten unterstützen. Fahrwerk, Antrieb, Lenkung und Bremsen arbeiten auf einer gemeinsamen Softwareplattform. BYD setzt dabei auf Eigenentwicklungen statt auf Zulieferer wie ZF oder Bosch.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Design und Innenraum

Das Design des Denza Z stammt von Wolfgang Egger, der zuvor für Alfa Romeo, Audi und Lamborghini tätig war und unter anderem den Alfa 8C Competizione sowie Massenmodelle wie Seat Ibiza und Audi A4/A6 entworfen hat. Der Innenraum ist überraschend klassisch gehalten: tief integrierte Carbon-Schalensitze, ein schmales Instrumentendisplay und ein großer Zentralbildschirm. Statt einer futuristischen Lounge bietet der 2+2-Sitzer Platz für vier Personen, später soll auch eine Spider-Version folgen. Damit orientiert sich BYD eher am Porsche 911 oder Gran Turismo als an radikalen Zweisitzern.

Marktpositionierung und Ausblick

Denza wurde 2010 als Joint Venture mit Mercedes-Benz gegründet, gehört aber inzwischen vollständig zu BYD und fungiert als Premiummarke. Der Z steht an der Spitze der Modellpalette und wird nur in geringen Stückzahlen produziert. Der Fokus liegt auf Imagegewinn: BYD will zeigen, dass chinesische Hersteller bei Design, Fahrdynamik und Technologie mit den etablierten europäischen Marken mithalten können. Mit der Wahl des Goodwood Festival of Speed als Präsentationsort und dem größten Stand der Show unterstreicht BYD den Anspruch, in der Sportwagen-Elite mitzuspielen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration