Ford in der Krise: Millionen Rückruf nach Software-Defekt bei Bremsen
Der US-Autobauer Ford steckt in einer tiefen Krise. Nach einem Milliardenverlust zum Jahresende 2025 muss das Unternehmen nun in den USA einen massiven Rückruf von über 4,3 Millionen Fahrzeugen durchführen. Grund ist ein Softwareproblem, das zu schwerwiegenden Defekten bei den Bremsen führen kann, insbesondere beim Ziehen von Anhängern.
Details zum Rückruf: Betroffene Modelle und Risiken
Der Rückruf betrifft eine Vielzahl von Modellen, darunter den Ford F-150 der Baujahre 2021 bis 2026, den F-250 SD (2022-2026), den Lincoln Navigator, die Expedition, den Maverick sowie einige Ranger- und E-Transit-Fahrzeuge. Laut Ford besteht das Risiko, dass bei der Nutzung mit einem Anhänger ein Anhängermodul die Kommunikation mit dem Fahrzeug verliert. Dies kann zu einem Ausfall der Brems- und Blinkerleuchten oder sogar zu einem Versagen der Bremsfunktion beim Anhänger führen. In betroffenen Fahrzeugen kann eine Warnmeldung erscheinen, die auf einen "Fehler im Anhängerbremsmodul" hinweist.
Hintergründe: Ford kämpft mit Qualitätsproblemen und Verlusten
Dieser Rückruf kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für Ford. Das Unternehmen hatte im vierten Quartal 2025 einen Verlust von 11,1 Milliarden Dollar verzeichnet, hauptsächlich aufgrund hoher Abschreibungen auf E-Auto-Programme und gestiegener Kosten. Konzernchef Jim Farley setzt auf einen strikten Sparkurs und die Entwicklung wettbewerbsfähigerer Modelle, um die Qualität zu verbessern. Dennoch zählte Ford laut Bloomberg im Jahr 2025 die meisten Rückrufe unter allen Autobauern in den USA.
Lösungsansätze und Auswirkungen
Ford plant, die Fahrzeugsoftware zu aktualisieren, um das Problem zu beheben. Alternativ können Besitzer die Fahrzeuge kostenlos bei autorisierten Händlern reparieren lassen. Dieser erneute Rückruf von Millionen Fahrzeugen unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, mit denen der Hersteller konfrontiert ist, und könnte das Vertrauen der Kunden weiter erschüttern.



