Niclas Müller (24) sollte am Regionalliga-Auftakt endlich als Nummer eins im Tor stehen. Doch die Katze seiner Freundin biss ihn in den Finger – eine Verkettung unglücklicher Umstände verhinderte seine Premiere für den SV Babelsberg.
Katzenbiss mit Folgen
Der Biss an sich war nicht dramatisch. Doch im letzten Training vor dem Spiel gegen die BSG Chemie Leipzig prallte Müller mit einem Gegenspieler zusammen. Der Finger entzündete sich. Die Partie in seiner Heimatstadt – ausgerechnet gegen den Ex-Rivalen – musste er von zu Hause aus verfolgen. Der Regionalliga-Start in der Nordost-Staffel endete für ihn auf der Couch.
Für Müller rückte Maximus Babke (22) ins Tor. Der 16-jährige Samuli Wernicke nahm auf der Bank Platz. „Babke hielt seinen Kasten sauber und hat plötzlich beste Chancen, dauerhaft Nummer eins zu bleiben“, kommentierte ein Vereinssprecher. Das Duo wird voraussichtlich auch am Freitag (19 Uhr) gegen den FC Carl Zeiss Jena auflaufen.
Flucht aus Leipzig: Neuanfang mit Hindernissen
Müller war im Sommer vom Regionalliga-Meister Lok Leipzig gewechselt. Dort stand er jahrelang im Schatten von Andreas Naumann. Selbst eine schwere Hüftverletzung im Sommer 2025 änderte nichts an seiner Reservistenrolle. Nach der Vertragsverlängerung von Naumann suchte Müller eine neue Herausforderung. Zusammen mit Ming-Gi Kang und Laurin Piechowski wechselte er nach Potsdam. Während die beiden Ex-Leipziger sofort in der Startelf standen, saß Müller zunächst auf der Bank – und nun erst recht.
Perspektive Nummer eins: Ein harter Kampf
Der 24-Jährige hatte sich nach Jahren als Ersatzmann endlich den Durchbruch erhofft. Die Vorbereitung lief vielversprechend, doch der Katzenbiss und die folgende Entzündung brachten alle Pläne durcheinander. „Niclas ist ein Kämpfer. Er wird zurückkommen“, betonte ein Teammitglied. Die Konkurrenz im Tor ist jedoch groß: Babke überzeugte beim 2:0-Auswärtssieg in Leipzig und machte sich Hoffnungen auf einen Stammplatz.
Müller muss nun erstmal seine Verletzung auskurieren. Wann er wieder ins Training einsteigen kann, ist unklar. Die nächste Chance bietet sich frühestens im Spiel gegen Jena, doch selbst dann wird Babke wohl den Vorzug erhalten. Der Traum von der Nummer eins scheint für Müller erneut in weite Ferne gerückt.
„Es ist eine kuriose Geschichte, aber sie zeigt, wie schnell sich im Fußball alles ändern kann“, sagte ein Fan des SV Babelsberg. „Wir hoffen, dass Niclas bald fit ist und seine Chance bekommt.“
Der SV Babelsberg steht nach dem Auftaktsieg auf einem guten Platz. Trainer und Mannschaft sind zuversichtlich, die Erfolgsserie fortsetzen zu können. Für Müller bleibt die Hoffnung, dass sich das Blatt bald wendet – und die Katze seiner Freundin ihn in Zukunft in Ruhe lässt.



