Lidl und Kaufland eröffnen 300 neue Filialen weltweit
Lidl und Kaufland eröffnen 300 neue Filialen

Lidl und Kaufland setzen ihren Wachstumskurs fort: Im Geschäftsjahr 2025/26 eröffneten die zur Schwarz-Gruppe gehörenden Handelsketten insgesamt 300 neue Filialen weltweit. Das gab das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn bekannt. Damit bauen die Discounter ihr Netz weiter aus, das nun rund 14.500 Filialen in 33 Ländern umfasst.

Umsatzanstieg und starke Nachfrage

Der Gesamtumsatz der Schwarz-Gruppe, zu der auch der Unternehmensgründer Dieter Schwarz gehört, stieg um 5,8 Prozent auf 185,6 Milliarden Euro. Allein Lidl trug mit rund 140 Milliarden Euro bei – ein Plus von 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Wachstum ist vor allem auf die Erweiterung des Filialnetzes und gestiegene Kundenzahlen in Deutschland und Europa zurückzuführen. Kaufland erzielte Erlöse von 36,7 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 4,3 Prozent entspricht.

Das Online-Geschäft der beiden Ketten stagniert hingegen. Der gemeinsame E-Commerce-Umsatz blieb unverändert bei 1,7 Milliarden Euro, genau wie im Vorjahr. Die Schwarz-Gruppe machte keine Angaben zum Ergebnis. Das Geschäftsjahr der Gruppe dauert von Anfang März bis Ende Februar des Folgejahres.

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Weitere Sparten mit Wachstum

Neben den Handelsketten trugen auch andere Bereiche zum Umsatz bei. Das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen PreZero erzielte 4,1 Milliarden Euro (plus 5,1 Prozent). Die IT- und Digitalsparte Schwarz Digits steigerte ihren Umsatz um fast 16 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Dieses Wachstum ist laut Unternehmensangaben wesentlich auf die steigende Nachfrage nach Cloud-Lösungen zurückzuführen. Schwarz ist bereits länger als IT-Dienstleister aktiv und positioniert sich als europäische Alternative zu Anbietern wie Amazon Web Services und Microsoft Azure. Dazu baut das Unternehmen unter anderem ein milliardenschweres Rechenzentrum in Brandenburg auf.

Intern verrechnet werden die rund 5,7 Milliarden Euro, die die hauseigenen Produktionsfirmen für Lidl und Kaufland erwirtschaften. Dazu gehören eine Großbäckerei, ein Nussröster und ein Getränkehersteller. Der Anstieg um 23,9 Prozent ist unter anderem auf den Kauf des Konfitüren- und Honigherstellers Göbber zurückzuführen.

Investitionen und Arbeitsplätze

Die Investitionen der Unternehmensgruppe stiegen auf rund 9 Milliarden Euro – mehr als im Vorjahr, aber weniger als erwartet. In allen Bereichen wurden 9.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, davon 5.000 in Deutschland. Weltweit beschäftigt die Gruppe nun rund 604.000 Menschen. Im laufenden Geschäftsjahr sollen die Investitionen auf über 10 Milliarden Euro steigen, davon rund 5 Milliarden Euro in Deutschland. Das Geld fließt unter anderem in den Ausbau von Marktanteilen im Kerngeschäft sowie in die Digital-Aktivitäten der Gruppe.

Schwarz-Chef Gerd Chrzanowski betonte: „Wir übernehmen Verantwortung am Wirtschaftsstandort Deutschland und leisten unseren Beitrag für ein starkes, souveränes Europa.“ Damit stärke man die Zukunftsfähigkeit des eigenen Ökosystems.

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