Die Staatsanwaltschaft Essen und die Polizei haben am Wochenende einen 35-jährigen Tatverdächtigen festgenommen, der am Donnerstagabend in Sprockhövel (Ennepe-Ruhr-Kreis) auf einen 45-jährigen Mann geschossen haben soll. Der Beschuldigte sitzt seitdem in Untersuchungshaft, wie die Ermittler am Montag mitteilten.
Haftbefehl wegen schweren Raubes
Das Amtsgericht Essen erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des schweren Raubes mit gefährlicher Körperverletzung. Der 35-Jährige wurde am Samstag bei einem Einsatz der Kriminalpolizei in Hattingen festgenommen. Die Schüsse waren am Donnerstagabend gefallen. Dabei wurde der 45-Jährige leicht verletzt.
Ermittlungen laufen
Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen. Bislang haben sich die Beamten bedeckt zu den genauen Umständen geäußert. Der 35-Jährige soll sich nun vor einem Haftrichter verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht von einem dringenden Tatverdacht aus.
Der Vorfall ereignete sich am Abend des 24. Juli in Sprockhövel, einer Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis mit rund 25.000 Einwohnern. Der Ortsteil, in dem die Schüsse fielen, wurde nicht näher bezeichnet. Das Opfer wurde nach der Tat medizinisch versorgt, schwebte aber nicht in Lebensgefahr.
Polizei sucht Verbindung zu anderen Taten
Ermittler prüfen, ob der Festgenommene möglicherweise für weitere Straftaten in der Region verantwortlich ist. Die Kriminalpolizei hatte bei der Festnahme in Hattingen mehrere Beweismittel sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Untersuchungshaft wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr.
Der Fall zeigt erneut die Gefahren durch Schusswaffengebrauch im öffentlichen Raum. In Nordrhein-Westfalen gab es in den vergangenen Monaten mehrere Vorfälle mit Schusswaffen, bei denen Menschen verletzt wurden. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen zu melden.



