Eine herzliche Umarmung zur Begrüßung setzt bei Victor Boniface (25) positive Emotionen frei. Beim Mini-Gruppentraining vor dem offiziellen Start der Saisonvorbereitung traf Neu-Trainer Carles Martínez (42) den Stürmer erstmals persönlich in Leverkusen. Die offiziellen Leistungstests beginnen am Montag.
Die veröffentlichten Fotos machen den Fans Mut: Martínez bringt Boniface das Lachen zurück. „Ich spüre bei Boni eine große Motivation. Er hat nach der Knie-OP im Januar wieder Vertrauen in seinen Körper gefunden. Das ist die Grundvoraussetzung, um sich wieder in eine sehr gute Form zu bringen – und das ist erst mal für ihn das Wichtigste“, sagt Sport-Boss Simon Rolfes (44).
Boniface kämpft sich nach schwerer Zeit zurück
Der Nigerianer trainiert seit über drei Wochen in Leverkusen – kein Spieler kehrte früher aus der Sommerpause zurück. Boniface strebt einen Neuanfang an, entweder bei Bayer 04 oder bei einem anderen Klub. Die letzten zwei Jahre nach dem Double-Gewinn verliefen für ihn äußerst unglücklich.
Im Herbst 2024 erlitt Boniface nach einem starken Saisonstart einen schweren Autounfall. Im Januar 2025 platzte der geplante Wechsel zu Al-Nassr (Saudi-Arabien). In der Sommer-Vorbereitung 2025 wollte er angreifen, doch ständige Knieprobleme stoppten den Torjäger, den die „Gazzetta dello Sport“ einst den „fragilen Giganten“ nannte. Auch ein Transfer zu Milan (Italien) scheiterte. Am letzten Tag der Sommer-Transferperiode lieh ihn Bayer an Werder Bremen aus. Nach einer Knie-OP im Januar 2026 kämpfte Boniface mit Gewichtsproblemen.
Rolfes: Schritt für Schritt vorankommen
Die Bayer-Fans diskutieren intensiv über Boniface, dessen Vertrag bis 2028 läuft. Viele würden ihn gern noch einmal im Werkself-Trikot sehen. „Wir alle wissen, was Boni in der Meistersaison für uns geleistet hat. Ich wünsche ihm, dass er schnell wieder bessere Tage erlebt“, erklärt Rolfes. Prognosen zur Zukunft des Stürmers vermeidet der Sport-Boss: „Mit jeder Trainingswoche soll Boni in der Vorbereitung Schritt für Schritt vorankommen. Alles Weitere werden wir dann sehen.“



