Mauro Lustrinelli: Union Berlins Cheftrainer im Steckbrief
Mauro Lustrinelli: Union Berlins Cheftrainer im Steckbrief

Seit der Saison 2026/27 ist Mauro Lustrinelli Cheftrainer des Bundesligisten 1. FC Union Berlin. Der 50-jährige Schweizer übernahm das Amt im Mai 2026 und folgte damit auf einen bisher ungenannten Vorgänger. Lustrinelli bringt eine beeindruckende Karriere als Spieler und Trainer mit, die ihn von der Schweizer Super League bis in die deutsche Bundesliga führte.

Vom Spieler zum Trainer: Lustrinellis Werdegang

Mauro Lustrinelli wurde am 26. Februar 1976 in Bellinzona, Schweiz, geboren. Mit einer Größe von 1,73 Metern spielte er als Stürmer. Nach einem Wirtschaftsstudium in Lugano (1996–2001) begann seine Profikarriere bei der AC Bellinzona, führte über den FC Wil und schließlich zum FC Thun. In der Saison 2004/05 erzielte er 20 Tore in der Super League und war damit einer der besten Stürmer der Liga. 2005 schrieb er Thuner Geschichte, als er in der Champions-League-Qualifikation gegen Malmö FF zwei Tore erzielte und den Weg in die Königsklasse ebnete. Im selben Jahr wurde er erstmals in die Schweizer Nationalmannschaft berufen und gehörte zum WM-Kader 2006. Beim Vorrundenspiel gegen Togo bereitete er das entscheidende 2:0 vor.

Stationen als Spieler und erste Trainerjahre

2006 wechselte Lustrinelli zu Sparta Prag, wo er mit einem Tor nach nur elf Sekunden den Rekord für das schnellste Tor der tschechischen Liga aufstellte und den Pokal gewann. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz spielte er für den FC Luzern, erneut Bellinzona, die Young Boys und den FC Thun. 2012 beendete er seine aktive Karriere und begann als Assistenztrainer beim FC Thun. Dort durchlief er verschiedene Trainerstationen: Von 2012 bis 2014 war er Co-Trainer, von 2013 bis 2016 Nachwuchstrainer, 2017 kurzzeitig Cheftrainer, parallel von 2015 bis 2018 Co-Trainer der Schweizer U21, 2017–2018 Trainer der U16 und von 2018 bis 2022 Cheftrainer der U21-Nationalmannschaft.

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Erfolge mit dem FC Thun und der Wechsel zu Union Berlin

2022 kehrte Lustrinelli als Cheftrainer zum FC Thun zurück. In der Saison 2024/25 führte er den Klub zum Aufstieg in die Super League. In der darauffolgenden Spielzeit 2025/26 gewann er überraschend die Schweizer Meisterschaft. Diese Erfolge machten ihn für Union Berlin interessant. Zur Saison 2026/27 wechselte er in die Bundesliga. „Ich freue mich auf die Herausforderung bei Union Berlin und möchte an die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre anknüpfen“, sagte Lustrinelli bei seiner Vorstellung im Mai 2026.

Lustrinellis Trainerkarriere in Zahlen

  • 2012–2014: FC Thun (Co-Trainer)
  • 2013–2016: FC Thun (Nachwuchstrainer)
  • 2015–2018: Schweiz U21 (Co-Trainer)
  • 2017: FC Thun (Cheftrainer)
  • 2017–2018: Schweiz U16 (Trainer)
  • 2018–2022: Schweiz U21 (Cheftrainer)
  • 2022–2026: FC Thun (Cheftrainer)
  • Seit 2026: 1. FC Union Berlin (Cheftrainer)

Ausblick auf die Bundesliga

Mit Lustrinelli holt Union Berlin einen Trainer, der bereits internationale Erfahrung als Spieler und Trainer gesammelt hat. Seine Erfolge mit Thun – Aufstieg und Meisterschaft in zwei Jahren – zeigen seine Fähigkeit, Mannschaften zu entwickeln. In Köpenick soll er nun den nächsten Schritt machen und Union Berlin in der Bundesliga etablieren.

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